Fußball – 1. Kreisklasse 1: Vorhop-Schönewörde und Parsau auswärts gefordert

Duo möchte weiße Weste wahren

Keine leichte Hürde: Der Spitzenreiter FSV Vorhop-Schönewörde (r. Philip Meusel) gibt seine Visitenkarte am Sonntag beim FC Ohretal ab.
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Keine leichte Hürde: Der Spitzenreiter FSV Vorhop-Schönewörde (r. Philip Meusel) gibt seine Visitenkarte am Sonntag beim FC Ohretal ab.

Isenhagener Land – Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte: Auf einen Start nach Maß können der FSV Vorhop-Schönewörde und der FC Germania Parsau in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 zurückblicken.

Das Nordkreis-Duo möchte möglichst auch am vierten Spieltag am Sonntag seine weiße Weste wahren.

FC Brome II – Hankensbüttel (12.30 Uhr)

Blickt man auf die Tabelle, könnte man meinen, es wäre ein Duell auf Augenhöhe. Schließlich haben beide Mannschaften drei Punkte auf dem Konto. Allerdings könnten die Ambitionen viel unterschiedlicher nicht sein. Während es für die Bezirksliga-Reserve vor allem um den Liagaverbleib geht, möchte der HSV ganz oben angreifen. „Ich denke daher, dass der HSV das Spiel gestalten wird. Wir müssen hingegen über den Kampf kommen“, erklärt Bromes Spielertrainer Stefanos Karavaras. Hinzu kommt, dass aufgrund der Verletzungsmisere wohl nur 13 Akteure zur Verfügung stehen. Karavaras: „Wenn wir einen Punkt holen, wäre das gut.“

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt scheint der HSV langsam ins Rollen zu kommen. Nach dem 2:1-Erfolg im Kreispokal gegen Barwedel folgte ein 3:1-Ligasieg gegen den FC Ohretal. „Die Jungs sind nun langsam drin. Zuvor hatte immer wieder die Präzision in den einzelnen Aktionen gefehlt, wodurch wir uns oft selbst in Schwierigkeiten gebracht haben. Zuletzt haben wir es besser gemacht, die Sicherheit war da“, erklärt Hankensbüttels Coach Richard Matis den kleinen Aufschwung. Auch wenn er selbst urlaubsbedingt erst einmal bis Anfang Oktober fehlen und von seinem Assistenten Malte Hundt vertreten wird, soll natürlich in Brome nachgelegt werden: „Egal wo, drei Punkte sind für uns immer wichtig.“

VfL Wahrenholz II – TSV Fort. Bergfeld (13 Uhr)

„Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen“, blickt VfL-Co-Trainer Malte Sammler auf die Vorwochenpartie in Parsau (0:5) zurück. Dort war der Gegner schlichtweg zu stark. Gerade die Heimspiele sind für die Wahrenholzer wichtig, um wichtige Zähler im Abstiegskampf einzufahren. Das soll natürlich auch gegen Bergfeld gelingen. „Wenn wir so spielen wie im ersten Heimspiel gegen Hoitlingen (4:1/Anm. der Redaktion), bin ich eigentlich recht zuversichtlich“, so Sammler, der am Sonntag Trainer Ralph Meyer (OP) an der Seitenlinie vertritt.

Bergfelds Trainer Gültekin Gültas ist ebenfalls zuversichtlich. Das liegt nicht nur am jüngsten 5:0 gegen Brome II, sondern auch an der Tatsache, dass unter der Woche endlich die Freigaben für zwei neue Akteure eintrafen. Ab sofort sind Ilker Mini und Omar Zewar für die Fortunen spielberechtigt. Sie haben bereits höherklassig gespielt und verstärken den Kader nicht nur in der Breite. Gültas erwartet von seiner Elf höchste Konzentration: „Wir müssen den Kampf annehmen und unsere Torausbeute verbessern.“ Mit vollem Personal möchte der TSV nun auch auswärts erstmals punkten.

FC Ohretal – FSV Vorhop-Schön. (14 Uhr)

Beim FCO backt man kleine Brötchen. Das liegt zum einen am mäßigen Saisonstart, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass der Spitzenreiter am Sonntag zu Gast ist. „Wir werden das Beste versuchen. In unserer jetzigen Situation wäre ich mit einem Punkt schon zufrieden“, so Ohretal-Coach Axel Krüger. Dabei gilt es für die Rot-Grünen, an die zweite Halbzeit vom Vorwochen-Duell in Hankensbüttel (1:3) anzuknüpfen. Krüger: „Dort hat die Einstellung gestimmt. Vor der Pause haben wir einfach zu lasch gespielt.“ Gegen den FSV braucht seine Elf zwei konstant gute Hälften.

Vorhop-Schönewörde möchte hingegen seine weiße Weste wahren, ist allerdings auch gewarnt. „Wir haben gegen Ohretal in der Vorbereitung klar gewonnen, doch das zählt jetzt nicht mehr. Wir nehmen das sehr ernst und müssen Gas geben“, erklärt FSV-Übungsleiter Arne Hoffart. Bei einhundert Prozent sieht er seine Mannschaft noch nicht. „Wir machen noch nicht alles richtig, es gibt sicherlich noch einige Dinge zu verbessern“, so Hoffart. Die Ergebnisse stimmen jedoch bislang.

SV Barwedel – Hoitlinger SV (15 Uhr)

Den Start in die Spielzeit hatte sich der HSV sicherlich etwas anders vorgestellt. Drei Niederlagen setzte es zum Auftakt, die allesamt ziemlich deutlich ausfielen. Hauptgrund dürfte die schwierige personelle Situation sein. Trainer Dennis Verloop fehlen jede Woche wichtige Akteure. „Diesbezüglich ist keine Besserung in Sicht. Wir müssen das, was wir im Training zeigen, auch mal auf den Platz bringen. Eigentlich können wir uns nur selbst schlagen“, so Verloop. Bleibt abzuwarten, wann dem Aufsteiger der erste Punktgewinn gelingt. Vielleicht ja schon in Barwedel, das mit einem Zähler aus drei Partien ebenfalls alles andere als rosig gestartet ist. „Es könnte etwas drin sein“, klingt Verloop optimistisch.

SV Tappenbeck – FC Germ. Parsau (15 Uhr)

Spannung ist vorprogrammiert, denn beide Teams sind noch verlustpunktfrei und dürften sich in etwa auf Augenhöhe begegnen. Ein ganz wesentlicher Faktor könnte in diesem Spitzenduell zwischen dem Vierten (Tappenbeck) und dem Zweiten (Parsau) daher die Tagesform sein. Die Parsauer liegen nur aufgrund der vergleichsweise schlechteren Tordifferenz hinter Spitzenreiter Vorhop-Schönewörde. „Für uns wird das der bislang größte Gradmesser. Beide Teams haben ihre Stärken vor allem in der Offensive. Ich erwarte daher eine enge Kiste, wobei Kleinigkeiten entscheiden“, äußert sich im Vorfeld Germania-Trainer Sören Henke, der aber dennoch klar macht: „Wir fahren dorthin, um die drei Punkte zu holen.“

SV Jembke – TSV Brechtorf (15 Uhr)

Oben mitspielen – das war schon vor der Spielzeit das Ziel der Brechtorfer. Der Start ist dem TSV schon einmal geglückt. Denn nach drei Spieltagen stehen sieben Zähler und Rang drei zu Buche. „Das ist so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, so Trainer André Bischoff. Natürlich möchten seine Schützlinge auch in Jembke ungeschlagen bleiben, doch die Aufgabe wird schwer. Die Grün-Weißen brauchen einen starken Tag, um beim aktuellen Rangsechsten etwas Zählbares mitzunehmen. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe, doch wir wollen die drei Punkte mitnehmen“, so Bischoff. Die Jembker starteten mit zwei Erfolgen, mussten sich zuletzt in Vorhop mit 2:4 beugen und werden auf Wiedergutmachung aus sein. Auf die Brechtorfer, die auf ihren kompletten Kader bauen können, wartet also ein hartes Brett.

SV Eischott – SV Tülau/Voitze (15 Uhr)

Die bisherige Bilanz macht nicht viel Mut, dass der Knoten in Eischott demnächst platzt. Die letzten beiden Partien allerdings schon. „Wir sind noch nicht ganz in der neuen Liga angekommen. Vor dem gegnerischen Tor sind wir oft noch etwas zu nervös und leisten uns hinten den einen oder anderen Fehler, der dann bestraft wird“, verrät der neue Trainer des Aufsteigers, Lukas Heider. Es wird Zeit, dass sich daran etwas ändert. „Ordentliche Leistungen zählen nicht mehr. Jetzt müssen endlich auch mal Punkte her“, verdeutlicht Heider. Gegen Tülau/Voitze wird dies jedoch eine schwierige Mission.

Zuletzt zeigte die Kurve bei Tülau/Voitze nach oben. Die Elf von Trainer Werner Vodde knüpft langsam aber sicher an die Leistungen der Vorsaison an und arbeitet sich nach dem 1:6-Debakel zum Auftakt gegen Tappenbeck in der Tabelle immer weiter nach oben. Natürlich möchte der SV auch beim punktlosen Schlusslicht nachlegen. Sollten die zuletzt gezeigten Leistungen bestätigt werden, scheint dies durchaus realistisch.  fs

VON FLORIAN SCHULZ

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