Fußball – Kreisliga: Auch Ummern nimmt mit 5:0 über Westerbeck Fahrt auf / 2:2 für Oesingen „gefühlte Niederlage“

Tor von der Mittellinie: Krebiels Kuriosum krönt Knesebecks 8:0

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Unsanfte Landung: Der SV Westerbeck ging beim VfL Ummern (l. André Sterz) mit 0:5 unter. 

Isenhagener Land – In den Augen von Ummerns Trainer Jörg Drangmeister hat sich der VfL Knesebeck mit seinem 8:0-Kantersieg am gestrigen Sonntag über Hillerse II zum Topfavoriten auf den Titel in der Fußball-Kreisliga aufgeschwungen.

Wobei die Germanen beim 5:0 über Westerbeck ebenfalls Fahrt und die Witterung aufgenommen haben.

SV Leiferde – SV BW Rühen 0:0

Eine Nullnummer klingt ja auf den ersten Blick immer ein wenig langweilig. „So öde war es aber nicht“, relativierte Rühens Coach Matthias Weiß nach dem torlosen Samstags-Kick in Leiferde. „Beide Seiten hatten gute Chancen.“ Nachdem seine Mannschaft zehn starke Anfangsminuten des Gastgebers schadlos überstanden und Zugriff gefunden hatte, erarbeiteten sich die Blau-Weißen „zwei Riesendinger“. Doch Yannick Mühe zielte knapp neben das Gehäuse, Kevin Fries wiederum agierte zu uneigennützig: Sieben Meter vor dem Kasten hätte er sich aus gutem Winkel für ein Abspiel zum Nebenmann entschieden – Abseits... „Er hat leider die falsche Entscheidung getroffen“, bedauerte Weiß. Ebenbürtig dann die Kräfteverhältnisse nach Wiederbeginn. Rühens Coach meinte: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt in meinen Augen.“ Doch diesen Lucky Punch gab es weder hüben noch drüben. Wobei Leiferde in der Nachspielzeit noch einmal zu einem Hochkaräter kam. „Da waren sie ein bisschen blind – Glück für uns. So konnten wir recht froh sein, noch einen Punkt gerettet zu haben“, bilanzierte Weiß.

SV Osloß – SV Groß Oesingen 2:2 (0:0)

Es sagt schon einiges aus, dass man Torben König nach diesem 2:2-Remis zerknirschter vorfand als noch eine Woche zuvor nach dem 0:4 in Knesebeck. „Du darfst im Leben nicht mit einem Unentschieden nach Hause fahren! Das ist schon eine gefühlte Niederlage“, seufzte Oesingens Dirigent. Aufsteiger Osloß hätte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gut verkauft. Die Gäste hingegen blieben hinter den (eigenen) Erwartungen zurück. „Es waren zu viele Jungs dabei, die einen gebrauchten Tag hatten“, monierte König. Und dennoch hätte der SVGO eigentlich einen dreckigen Sieg entführen müssen in einer turbulenten Schlussphase. Nach den „wilden fünf Minuten zum 2:1“ hatte Oesingens Coach eigentlich das Gefühl, die Sache sei durch. Doch dann stach SVO-Torjäger Mario Fischer aus dem Gewühl heraus zum 2:2 zu. Es wäre wohl nur noch Ergebniskosmetik gewesen, wenn die Gäste vorweg bei Alleingängen in Richtung Tor nicht die Kaltschnäuzigkeit hätten vermissen lassen. So blieb König die bittere Erkenntnis: „Wir haben uns selbst geschadet.“

VfL Germania Ummern – SV Westerbeck 5:0 (1:0)

Der zumindest leicht kränkelnde Patient VfL Ummern scheint eindeutig auf dem Weg der Besserung zu sein. „Heute hatten wir keine Phase im Spiel, wo wir nicht da waren“, stellte VfL-Trainer Jörg Drangmeister nach dem unverhofft klaren 5:0 über letztlich enttäuschende Westerbecker zufrieden fest. Wenngleich die Partie etwas schleppend losging aus Sicht des VfL, so ließ er doch nichts anbrennen und hatte durch Vitalij Sterz bereits die Riesenchance zur Führung – vertan. So gab kurz vor der Pause Jannes Drangmeister mit einem Sahne-Freistoß aus gut und gerne 25 Metern genau in den Knick den Dosenöffner. Drangmeister ermahnte sein Team in der Kabine: „Bloß nicht wieder nachlassen!“ Zu Befehl! Das 2:0 durch Christian Sterz zog dem SVW dann bereits den Zahn (52.). „Da kam dann von Westerbeck nichts mehr“, wunderte sich auch Drangmeister über die Einbahnstraße.

VfL Knesebeck – TSV Hillerse II 8:0 (3:0)

Hoch soll er leben! Tim Krebiel wird für seinen ungewollten Kunstschuss von der Mittellinie zum 6:0 gefeiert.

„Das Ergebnis sagt alles“, erklärte Knesebecks Coach Detlef Weber nach dem Acht-ungserfolg der Einhörner gegen völlig überforderte Hillerser. Eine tolle Reaktion auf die Pokalpleite gegen Schwülper. „Letzte Saison haben wir die bittere Erfahrung gemacht, dass wir im zweiten und dritten Spiel Punkte haben liegen lassen. Das haben wir dieses Mal besser gemacht“, freut sich Weber über die weiterhin weiße Weste mit 17:1-Toren. Zwar ließ der VfL in Hälfte eins etwas die klare Struktur im Spiel nach vorne vermissen, drehte aber an den richtigen Stellschrauben. Kurios das 6:0 durch Tim Krebiel: Ihm rutschte ein Ball nahe der Mittellinie über den Spann und senkte sich unverhofft ins Tor.

ib

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