Jahreshauptversammlung – Kreisfachverband Schießen bestätigt Vorstand / Über 400 Mitglieder weniger / Steuern und Abgaben drohen

Mitglieder-Minus und Gebühren-Ärger!

Bei der Versammlung des Kreisfachverbands Schießen im Landkreis Gifhorn wurden Uwe Weimann, Nicole Trajkovic und Harald Bohne (von links) in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Foto: Ohse

Gifhorn. „Es ist erstaunlich, auf welche Gedanken Politiker kommen, um unseren schönen Schießsport zu bekämpfen“, übte Uwe Weimann, Vorsitzender des Kreisfachverbandes Schießsport im Landkreis Gifhorn, harsche Kritik. Und stand damit nicht allein da!.

Viele Mitglieder meldeten sich auf der Delegiertenversammlung im BSK-Saal zu Wort. Auch wenn sich die SPD und die Grünen in der Bremer Bürgerschaft nicht mit dem Vorhaben hatten durchsetzen können, eine Waffensteuer einzuführen, weil laut Weimann die rechtliche Grundlage dazu fehlte, suche man weiter nach Gelegenheiten, um „den Schützen und Jägern das Leben schwer zu machen“.

So habe man eine Gebühr von bis zu 150 Euro eingeführt, wenn es um die Kontrolle von Waffenschränken gehe, kritisierte Weimann. In Niedersachsen hätten sich alle Parteien gegen eine Waffensteuer ausgesprochen.

Dennoch gebe es im Landkreis erste hohe Gebühren für die Schießsportler. So habe die SG-Verwaltung im Papenteich festgeschrieben, dass für jede Vereins-Veranstaltung eine Anmelde- und Genehmigungsgebühr von 45 Euro zu zahlen sei. Bei Nichtbeachtung ist ein Bußgeld von 100 Euro fällig.

„Man kann sich vorstellen, wie sich das auf das Vereinsleben auswirkt, wenn das wie geplant durchgesetzt wird. Die Regelung soll nicht nur für Schießsport-, sondern für alle Vereine oder die Feuerwehren gelten. Nicht nur kleinere Vereine können sich dann keine Veranstaltungen mehr leisten“, warnte Weimann.

Jedes Dorfpokalschießen, jeder Tag der Jugend, alles müsse gebührenpflichtig angemeldet werden. Es sei ein „Unding“, wenn man bedenke, dass man das Ehrenamt eigentlich stärken sollte. Der Kreisfachverband wolle demnächst eine Abfrage an alle Verwaltungen im Landkreis vornehmen, um Klarheit über die Gebühren zu erhalten.

Umfangreich sei das Angebot für Schulungen seit der letzten Delegiertenversammlung vor drei Jahren gewesen, berichtete Weimann aus dem Kreisfachverband. Das Angebot sei auch umfangreich genutzt worden.

Die Zahl der Mitglieder der 76 Vereine, die dem Kreisfachverband angehören, sei seit 2008 von 13 045 auf 12 605 in diesem Jahr gesunken. „Das ist keine erfreuliche Entwicklung, aber diese Tendenz setzt sich seit Jahren fort“, sagte Weimann, der zugleich die geringe Beteiligung an der Delegiertenversammlung bedauerte. Immerhin seien die Schützen der drittstärkste Fachverband im Kreissportbund.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurde Weimann einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt. Im Gesamtvorstand bestätigten die Delegierten auch Harald Bohne, Vorsitzender des Kreisschützenverbands Isenhagen-Wittingen, und Hans-Jürgen Sipert vom Kreisschützenverband Wolfsburg. Dort sind unter anderem die Vereine aus Parsau und Brome Mitglied. Als Schatzmeister wurde Sipert bestätigt, als Schriftführerin Nicole Trajkovic.

Von Burkhard Ohse

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