Handball – Landesliga Damen: Wittingen bezwingt die HSG Nord Edemissen mit 22:20 / VfL nun auf Platz zehn

Mission erfüllt: VfL überholt Edemissen

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Ihre Tore machten den 22:20-Heimsieg perfekt: Nina Zergiebel (am Ball) erzielte zehn Treffer für ihren VfL Wittingen. Die schwache Hinrunde des VfL findet so ein halbwegs versöhnliches Ende.

Wittingen. Sie machten es spannender, als es hätte sein müssen: Die Handball-Damen des VfL Wittingen fuhren am Sonnabend im Landesliga- Heimspiel gegen die HSG Nord Edemissen einen knappen 22:20-Sieg (11:7) ein.

VfL-Trainer Christian Gades wollte das Essentielle als erstes loswerden: „Es war ein sehr wichtiger Sieg zum Jahresauftakt.“ Wie der Heimerfolg letztlich zu Stande kam, offenbart aber, dass es noch einiges zu tun gibt für das Team. Die ersten 20 Minuten begannen allerdings äußerst viel versprechend. In der Abwehr übernahm Svantje Thoelke bei ihrem Comeback lautstark die Verantwortung. Die zuletzt schwächelnde Defensive stand kompakt, war griffig und ließ wenig zu. Die Abwehrarbeit war eine Baustelle, die Gades vor der Partie benannte. Die andere war die Konstanz. Und die fehlte den Wittingerinnen auch gegen Edemissen.

„Wir hatten immer wieder Schwächephasen, die den Gegner stark gemacht haben“, so der Trainer. Der längste Abschnitt, in dem der VfL schwächelte, kam in der zweiten Halbzeit. Oder besser gesagt: Er war die gesamte zweite Halbzeit. „Da haben wir viele unnötige Fehler, viele unnötige Ballverluste gehabt.“ Am gegnerischen Kreis verlor der VfL die Zielstrebigkeit und agierte teilweise zu kompliziert. Einzig Nina Zergiebel zeigte sich weiter torhungrig. Gades: „Sie hat viele wichtige Gegenstöße erfolgreich abgeschlossen. Ein sehr gutes Spiel von ihr.“

Besonders verärgert war der Coach über das Verhalten seiner Mannschaft mit einer Spielerin weniger auf dem Parkett: „Wir haben in Unterzahl drei Tore nach Tempogegenstößen gefressen. Das darf nicht passieren. Da muss man sich vorn festmachen lassen und die Zeit runter kriegen.“ Der unbändige Wille, die Gäste in der Tabelle hinter sich zulassen, war jedoch erkennbar. „Die Körpersprache hat durchweg gestimmt. Auch in den schwächeren Momenten“, lobte der Trainer, der „eine geschlossene Mannschaftsleistung“ attestierte. Somit beenden die VfL-Damen die erste Saisonhälfte jenseits der Abstiegsränge, da man neben Edemissen auch den MTV Vorsfelde überholen konnte.

Von Michael Theuerkauf

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