Handball – HVN-Pokal Herren, 2. Runde: Wittingen tritt ersatzgeschwächt gegen Burgdorf III an

Mini-Kader mit Mini-Aussichten

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Augen zu und durch: Wittingens Kader ist vor dem Pokalspiel gegen Burgdorf III doch arg ausgedünnt. Als einer von wenigen Rückraumspielern ist Torben Hildebrandt (M.) noch dabei.

Wittingen. Wild West könnte auf dem Spielfeld durchaus herrschen.

Mit den letzten Mohikanern – oder den „glorreichen Sieben“, wie Trainer Axel Bühlow sie nennt – tritt Handball-Oberligist VfL Wittingen am heutigen Sonnabend in der zweiten Runde des HVN-Pokals zum Halbfinale gegen den TSV Burgdorf III (14. 30 Uhr) an.

Verletzungen und Arbeit haben den Kader auf ein Minimum geschrumpft. Womöglich fängt Bühlow doch noch ein, zwei Auswechselspieler mit dem Lasso ein. Aber selbst so sind die Aussichten alles andere als rosig. Auf wieviel Prozent würde er die Chancen aufs Weiterkommen denn beziffern? „Minus“, antwortet Bühlow süffisant. Torben Hildebrandt und Peter Schultze sind die letzten Revolverhelden im Rückraum, einige Spieler könnten sich auf wildfremden Positionen wiederfinden.

Daher glaubt Bühlow nicht, dass sein Rumpfteam den Verbandsliga-Vierten aus Burgdorf in die Wüste schicken und ins Endspiel gegen den Sieger der Partie TuS GW Himmelsthür vs. HSG Nienburg einziehen kann. „Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.“ Vielmehr ginge es für den VfL darum, hinten möglichst dichtzumachen und „sich nicht abschlachten zu lassen. Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen gestalten und erhobenen Hauptes aus der Halle gehen können.“ Nicht, dass sich die Blau-Gelben am Materpfahl wiederfinden...

Übrigens befindet sich Wittingen mit seinem Mini-Kader in guter Gesellschaft. Auch andere Oberligisten wie der MTV Vorsfelde oder HF Helmstedt-Büddenstedt „fahren auf Sparflamme und schonen verletzungsbedingt Spieler“, hat Bühlow mitbekommen. Daher werden auch die Brauereistädter mit Blick auf die wichtigeren Punktspiele nicht unnötig die Pferde scheu machen.

Von Ingo Barrenscheen

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