Fußball – Kreisliga: Wittingen/S. siegt in Groß Oesingen deutlich mit 4:1 (0:1)

VfL Meister der Effektivität

Die Entstehung der 1:0-Führung für den SV Groß Oesingen: Micha Degenhardt (rechts) lässt auf dem Flügel Wittingens Boris Ruder buchstäblich links liegen und trifft. Doch am Ende siegten die Brauereistädter.
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Die Entstehung der 1:0-Führung für den SV Groß Oesingen: Micha Degenhardt (rechts) lässt auf dem Flügel Wittingens Boris Ruder buchstäblich links liegen und trifft. Doch am Ende siegten die Brauereistädter.

Groß Oesingen – Wenn man auswärts mit 4:1 (0:1) gewinnt, dazu weiter ganz oben im Klassement der Fußball-Kreisliga mitmischt, sollte man als Trainer zur Euphorie neigen. Ganz so war es bei Naim Fetahu gestern allerdings nicht.

Sein VfL Wittingen/Suderwittingen siegte zwar im Nordkreis-Derby beim SV Groß Oesingen, verschlief die erste Halbzeit aber komplett und konnte von Glück reden, dass der Gegner im Torabschluss einen rabenschwarzen Tag erwischte.

„Scheinbar waren wir vor der Pause mit den Gedanken noch beim Derbysieg gegen Knesebeck. Wir waren überhaupt nicht da und konnten froh sein, nicht schon 1:5 hinten gelegen zu haben“, gab Fetahu zu. In die gleiche Kerbe schlug sein Gegenüber Torben König aus Groß Oesingen: „Wir haben die vielleicht beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt und richtig Gas gegeben, uns aber leider nicht belohnt. Der Unterschied war aber die Effektivität. Wittingen macht aus vier Chancen vier Tore, wir aus zehn Möglichkeiten nur einen Treffer.“ Allerdings gelang Micha Degenhardt noch vor dem Kabinengang, sodass die offensiv deutlich aktiveren und auch gefährlicheren Platzherren verdient mit 1:0 führten. Dazu traf der SVGO noch zweimal Latte, einmal Pfosten und ließ noch weitere klare Gelegenheiten liegen. Das sollte sich für die Blau-Weißen nach dem Seitenwechsel rächen.

„Wir haben in der Pause einige Dinge angesprochen. Keiner hat seine Leistung gebracht. Und tatsächlich waren wir nun zielstrebiger, haben uns spielerisch und auch kämpferisch klar gesteigert“, so der VfL-Coach. Endlich erarbeitete sich der Aufsteiger nun auch erste Möglichkeiten. Mit seinem schwächeren rechten Fuß traf Kamil Pawlak genau in den Winkel und bescherte den Brauereistädtern den Ausgleich. Die Gäste zeigten sich nun als Meister der Effektivität. Nahezu jeder Schuss war drin. Nick Schnöckel per Doppelpack schraubte das Resultat auf 3:1, den Schlusspunkt setzte abermals Pawlak, selbst gefoult vom gegnerischen Schlussmann Tjark-Niklas Müller, vom Elfmeterpunkt. „Wir haben nach dem 1:1 kein Bein mehr auf den Boden bekommen“, musste König zugeben. Fetahu war hingegen froh und nahm die drei Punkte („Allein diese zählen“) gern mit.

VON FLORIAN SCHULZ

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