Fußball – Wittinger Kreispokal, Finale: Torjäger trifft beim 3:0 des VfL gegen Oesingen dreimal

Meinecke schießt Knesebeck ins Glück

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Deckel drauf eine starke Spielzeit: Der VfL Knesebeck feiert den Sieg des Wittinger-Kreispokals. Die Einhörner tischten Groß Oesingen ihr konsequentes Spiel auf. 

Brome – „Keiner kann es wagen, unseren SVO zu schlagen“, hatten die Fans des SV Groß Oesingen beim Wittinger-Kreispokalfinale am Sonnabend skandiert.

Deckel drauf eine starke Spielzeit: Der VfL Knesebeck feiert den Sieg des Wittinger-Kreispokals. Die Einhörner tischten Groß Oesingen ihr konsequentes Spiel auf. 

Und doch mussten die mitgereisten Oesinger mit ansehen, wie ihr Team dem Fast-Bezirksligisten VfL Knesebeck 0:3 (0:0) bei hochsommerlichen Temperaturen unterlegen war. Herausragender Akteur war – mal wieder – VfL-Torjäger Daniel Meinecke, der alle Treffer für die Einhörner schoss.

Blau-Weiße Jubeltraube nach dem alles entscheidenden 3:0 durch Torjäger Daniel Meinecke.

Der erste Abschnitt hatte ein eher mäßiges Niveau. Groß Oesingen kam dabei immerhin etwas besser rein. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase hatte Niklas Müller, der frei vor VfL-Keeper Maik Szillat aufkam, aber direkt in dessen Arme schoss (8.). Im Gegenzug kam Knesebeck erstmals vors Tor – aber auch SVO-Schlussmann Tjark-Niklas Müller war auf dem Posten. Viele einfache Ballverluste im Angriff bestimmten den Verlauf der ersten Halbzeit – besonders aufseiten der Einhörner. Bis auf einen Distanzschuss von Eike Heers in der 20. Minute, sollte von Groß Oesingen in den ersten 45 Minuten nichts Zwingendes mehr kommen. Fortan war Knesebeck drückender, ohne jedoch Fortune zu haben. Das letzte Bisschen hat gefehlt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte tischte Groß Oesingen ein gutes Pressing auf. Doch dem trotzten physisch überlegene Einhörner in der 57. Minute, als Torjäger Meinecke erstmals zustach. Der Kreisliga-Torschützenkönig wurde bestens freigespielt, der Treffer war nur noch Formsache. Im Anschluss ließen die Kräfte bei den zurückliegenden Oesingern nach. Ein Kopfball in der 63. Minute von Matthias Thoelke war dabei noch die beste Chance. Der Ball ging klar rüber. Gejubelt hatten sie aber trotzdem noch – Eduard Litau stand im entscheidenden Pass aber im Abseits (75.).

Die Oesinger (r.) Angriffe blieben erfolgslos.

Das glücklichere Näschen hatten die Knesebecker. Und eben den abgezockten Torjäger. In der Schlussphase verwandelte Meinecke einen Strafstoß. Zu allem Überfluss sahen die vielen Zuschauer kurz vor dem Abpfiff noch sein drittes Tor – die Jubelarie nahm seinen Lauf.

Frust im Groß Oesinger Lager: Die König-Elf musste eine bittere Finalpleite hinnehmen.

Enttäuschte Gesichter auf der einen, feiernde auf der anderen. Knesebeck rundete eine starke Spielzeit mit dem Pokalsieg ab. „Das war der 21. Pflichtspielsieg der Saison. 21 Siege zu feiern... Das ist eine Top-Saison! Wir haben schon wieder zu Null gespielt. Das ist sicherlich nicht entscheidend, aber eine Ausdrucksstärke und ein Prädikat, das wir uns erarbeitet haben in den letzten zwei Jahren. Da ist man stolz drauf“, freute sich VfL-Coach Detlef Weber, der sich natürlich der einen oder anderen Bierdusche nach dem Abpfiff stellen musste.

. VfL Knesebeck: Szillat – Kühne, Haven, Marquardt, Natale, Weitemeier, Roggenbach, Mohr, Krebiel, Meinecke, Zierenberg.

. SV Groß Oesingen: T-N. Müller – Meyer, F. Müller, Geißler, Eilmus, A. Heers, Dreier, N. Müller, Thoelke, E. Heers, C. Heers.

. Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Daniel Meinecke (57., 86./ FE, 90.).

VON ROUVEN PETER

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