Mega-Mittwoch! Zwei Endspiele ums Endspiel

Der Schein trügt: Überlegen war Wesendorf, dicke Backen machte Schönewörde. Der WSC kämpft heute um den Finaleinzug.

Vorhop. „Ein Sportwochen-Tag, wie er sein muss.“ VfL-Boss Nicky Urbanitsch rieb sich gestern Abend vergnügt die Hände. Teil zwei des Vorhoper Wochenpokals lockte die Sonne und 300 Zuschauer an. Und das Schönste: Beim heutigen Vorrunden-Schlussakt steigen zwei Endspiele um das Endspiel – Spannung pur! Schönewörde und Wittingen sind die Leidtragenden und bereits raus!

Wesendorfer SC –

TSV Schönewörde 5:0 (2:0)

Urbanitschs gute Laune konnte Harald Errerd nicht teilen. Nach dem desaströsen 0:8 gegen Hankensbüttel öffnete das Schönewörder Scheunentor erneut die Pforten. Wenngleich das Ergebnis gegen Wesendorf etwas humaner ausfiel, so winkte der Neu-Coach ab: „Peinlich. Ich bin schon über 20 Jahre bei dem Turnier, früher als Spieler, und habe noch nie so viele Gegentore kassiert“, seufzte Errerd. Leider Gottes erwischte sein Keeper Oliver Kaiser einen rabenschwarzen Abend und verschuldete praktisch vier der fünf Gegentore. Errerds Turnier-Fazit: „Ganz schnell vergessen.“

Wirklich zufrieden war auch sein WSC-Pendant Jürgen Fromhage nicht. Was aber nicht daran lag, dass der Dreifach-Titelverteidiger Wesendorf im Torvergleich mit Hankensbüttel hinterherhinkte. „Um Wettballern ging es nicht. 5:0 ist gut, aber ich hätte mir mehr Einsatz gewünscht.“ Auch mit Blick auf das heutige Entscheidungsspiel in der Gruppe A gegen den HSV (19.15 Uhr). Fromhage: „Da wird es anders aussehen.“

Tore: 1:0 Hoppe (8.), 2:0, 3:0 F. Ekinci (23., 35.), 4:0, 5:0 Auffahrt (50., 58.).

VfL Wittingen/S. –

VfL Wahrenholz 1:3 (1:2)

Auch für Wittingen ist die Sportwoche Vorhop 2011 vorbei. Wahrenholz indes hat nach dem souveränen 3:1-Erfolg gute Karten aufs Finale – dem Taterbusch-Team reicht heute im zweiten Alles-oder-nichts-Duell mit dem SV Langwedel (18 Uhr) ein Remis zum Weiterkommen.

In der ersten Viertelstunde spielte Wittingen wie unter Vollnarkose. Körperlos wurde Wahrenholz regelrecht zur flinken 2:0-Führung durch Brian Kressler (7.) und Andreas Borchert (9.) mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumkante eingeladen. Schleichend erwachten die Brauereistädter aus ihrem Delirium und schafften vor der Pause den Anschluss. Schmeichelhaft! „Eigentlich hätten es zwei Dinger mehr sein müssen“, sagte Wahrenholz-Trainer Ralf Ende nach einigen vergebenen Topchancen.

Doch der Sieg geriet nicht in Gefahr. „Wahrenholz hat es in der zweiten Halbzeit etwas ruhiger angehen lassen“, meinte Christian Kasten vom Ausrichter. Nach dem 3:1 durch Borchert „war der Drops dann gelutscht“.

Tore: 0:1 Kressler (7.), 0:2 Borchert (9.), 1:2 Krasniqi (19.), 1:3 Borchert (44.).

Von Ingo Barrenscheen

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