Handball – Landesliga MB: Dankert hadert mit mauer Offensivleistung

„Die Maus vor der Klapperschlange...“

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Fireball.. Würfe von Malte Lampe (Mitte) hinterließen durchaus Dampf. Am Ende konnte auch er nicht an der unnötigen Heimpleite gegen die HSG Schaumburg Nord rütteln – offensiv war es viel zu wenig von der SG VfL.

Wittingen – Noch lange nach dem Spiel hatte Dirk Dankert an der 17:19 (8:7)-Heimpleite gegen die HSG Schaumburg Nord zu knabbern. Der Trainer der B-Jugendhandballer der SG VfL Wittingen/Stöcken sah eine gute Defensivleistung seines Landesliga-Teams.

Mit Blick auf die Offensivleistung raufte sich der Übungsleiter jedoch kräftig die Haare.

Der Anfang fing vielversprechend aus. Die Abwehr stand sattelfest und vorn wurden die Chancen hervorragend genutzt. Nach elf Minuten führten die Hausherren 5:1. „Doch dann steht der Angriff wie die Maus vor der Klapperschlange“, erzählte Dankert. Die SG VfL-Offensive stellte die Dienste ein („Aus welchem Grund auch immer“). So drehte die HSG das Spiel und führte 7:5 (21.). Wittingen/Stöcken wachte aber rechtzeitig auf, erzielte bis zum Halbzeitpfiff drei Treffer und ging mit einem 8:7 in die Kabine.

Mini-Lauf schockt

Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff verliefen noch ausgeglichen, doch die Gäste aus Bad Nenndorf machten drei Tore in Serie und führten 14:11 nach 37 Minuten. Obwohl noch etwas mehr als zehn Minuten zu gehen waren, erholte sich die Brauereistadt-Sieben von diesem Mini-Lauf der Schaumburger nicht mehr. „Wir treffen einfach das Tor nicht mehr“, war Dankert überaus frustriert. Die Vorgaben aus der Halbzeitpause seien nicht umgesetzt worden und so verlief sich sein Team in der gegnerischen Deckung. Luca Runge, der für seinen Bruder Paul auf der rechten Seite gespielt hat, war mit einer sehr guten Leistung immerhin ein Lichtblick der Heimmannschaft. Er erzielte zwei Tore für die SG VfL.

„Die Abwehrleistung wurde mit Bravour gemeistert, die Angriffsleistung hat völlig versagt“, ärgerte sich Dankert schwarz. Mit nur 19 Toren sei ein Gegner noch nicht aus einem Spiel gegangen. „Und dann doch noch zu verlieren mit nur 17 Treffern, ist unglaublich. Da weiß ich immer noch nicht, was ich sagen soll.“ Schmerzlich vermisst werden definitiv die Tore vom Langzeitverletzten Maxim Lang.

. Tore SG VfL Wittingen/Stöcken: Dankert (6/2), Alpers (4), L. Runge, von Campen, Lampe (je 2), Kling (1).

VON ROUVEN PETER

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