Eishockey – Play-Off-Halbfinale: Heute drittes Spiel / EHC-Coach Pavel Gross glaubt nicht an einen psychischen Knacks

Matchball Mannheim oder Trotzreaktion?

Hinten dran: Der EHC Wolfsburg (r. Björn Krupp) will heute unbedingt den Mannheimer Matchball vermeiden.
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Hinten dran: Der EHC Wolfsburg (r. Björn Krupp) will heute unbedingt den Mannheimer Matchball vermeiden.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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ib/dpa Wolfsburg/Mannheim. Viel Zeit zum Wunden lecken blieb nicht. Keine 24 Stunden nach der bitteren 3:5-Heimniederlage brachen die Eishockey-Profis des EHC Wolfsburg schon wieder zum dritten Spiel des Play-Off-Halbfinales bei den Adler Mannheim (heute, 19. 30 Uhr) auf.

Zweimal 3:0 geführt, zweimal noch verloren: Nagt das an der Psyche? „Es könnte auch andersrum stehen. Aber so sind die Playoffs“, sagte Mannheims Headcoach Geoff Ward. Kaufen können sich die Grizzly Adams für diese Weisheit freilich nichts. Pavel Gross reagierte trotz der Duplizität der Ereignisse trotzig: „Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte.“ Will heißen: Der EHC-Coach erwartet keine negativen Nachwirkungen für das dritte Duell.

Anders sah es Mannheims Play-Off-König Frank Mauer: „Ich denke schon, dass die Wolfsburger ins Nachdenken kommen.“ Auch die gut 500 mitgereisten Adler-Fans hatten am Sonntag höhnisch gesungen: „Wer 3:0 führt, der stets verliert.“ Kurios: In der Hauptrunde hatte Wolfsburg gegen den Primus sogar ein 4:0 noch hergeschenkt...

Setzen sich die Kurpfälzer auch heute Abend durch, ist es um den EHC nahezu geschehen. Von daher will das Skoda-Team den Mannheimer Matchball im Heimspiel am Gründonnerstag (19.30 Uhr) unbedingt vermeiden. Dafür muss aber die von Gross angeprangerte Disziplin – im Heimspiel hagelte es 20 Strafminuten und zwei Unterzahl-Gegentore – aber stimmen.

Denn die Qualität des Halbfinal-Kontrahenten hat der EHC am eigenen Leib erfahren. „Nimmt man Mannheims vierte Reihe – sie ist zehnmal so teuer wie unsere“, hatte Manager Karl-Heinz Fliegauf jüngst bereits bemerkt.

Die Adler können auf einen erneuten Nervenkitzel an der Bande aber gut und gerne verzichten. „Es ist zwar stark, wie wir jedes Mal zurückkommen, aber ich brauche das nicht immer“, meinte Assistenztrainer Craig Woodcroft.

Wolfsburg muss im Eishockey-Palast SAP-Arena weiterhin auf den gesperrten Armin Wurm verzichten. Auch der Einsatz von Kapitän Tyler Haskins steht in den Sternen. „Personell sind wir leider nicht auf Rosen gebettet. Aber das haben und werden wir nicht als Ausrede gelten lassen“, betonte Gross.

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