Fußball – Bezirksliga: VfL Wittingen/S. unterliegt dem neuen Angstgegner Reislingen erneut – 1:4

Der Match-Plan ist früh im Eimer...

Nur nicht unterbuttern lassen! Wittingens (Spieler-)Trainer Naim Fetahu (l.) musste sich gestern mit seiner Mannschaft erstmals nach vier Spielen wieder geschlagen geben, unterlag dem Angstgegner SV Reislingen-Neuhaus zuhause 1:4. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – und schon wieder verkauft an den SV Reislingen-Neuhaus! Offenbar hat der VfL Wittingen/S. einen neuen Angstgegner. Auch bei der dritten Auktion in dieser Saison war der Wolfsburger Club am Ende Höchstbietender.

Beim 1:4 (0:2) in der Fußball-Bezirksliga stießen die Brauereistädter (körperlich) an ihre Grenzen. Das Zwischenhoch vorbei.

„Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, nahm VfL-Trainer Naim Fetahu seine Schützlinge in Schutz. Seit Wochen stelle sich die Mannschaft von allein auf. „Irgendwann ist der Verschleiß da.“ Die erste Panne gab’s schon nach zwei Minuten: Ein Aussetzer von Philipp Greve nutzte Markus Vietzke eiskalt zum frühen 0:1 aus. „Unser Plan ist nach nur zwei Minuten im Eimer gewesen“, raufte sich Fetahu die Haare. Zumal Matteo Lauriola den Gastgebern nur wenig später mit dem 0:2 die nächste kalte Dusche verabreichte (9.). „Dann stehst du da“, sah Fetahu angesichts eines spielstarken Kontrahenten die Felle davonschwimmen. Die Wittinger konnten sich bei ihrem Keeper Peter Herrewig bedanken, dass es bis zur Pause bei diesem Zwischenstand blieb. Reislingen-Neuhaus hatte noch drei Hochkaräter auf dem Fuß.

Bei Halbzeit war Dennis Pavlov längst nicht mehr auf dem Feld, später folgten ihm Edgar Sorokin und auch Greve (Verdacht auf Bänderriss!). Wittingens Verletzungsseuche hält an. Der VfL musste nach gut einer Stunde noch das 0:3 schlucken. Doch es gab noch einmal einen kleinen Ruck der Rumpftruppe: Sven Arndt hauchte den Blau-Gelben mit seinem Kopfballtor (68.) noch einmal Leben ein. Plötzlich schwamm Reislingen. „Die waren schon verwundbar“, erkannte auch Fetahu, da schon selbst auf dem Feld. „Mit viel, viel Glück fällt der Anschluss“, so der VfL-Coach. Doch die Gäste überstanden die Druckphase und machten schließlich in der 81. Minute den Deckel drauf. „Die scheinen uns nicht zu liegen“, meinte Fetahu und fügte schmunzelnd hinzu: „Gottseidank sind die jetzt weg.“

Von Ingo Barrenscheen

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