Handball – Landesliga Damen: Wittingen erwartet schwächelndes Northeim

Lückenfüller? Gades mahnt

Ganz lang machen: Im Titelkampf zählen für die Handball-Damen des VfL Wittingen (v. l. Anna Sauer, Svenja Eschert, Marilena Jacob und Tatjana Sablottny) nur zwei Zähler gegen Northeim. Foto: ib

Wittingen. Immer schön einen Schritt nach dem anderen! Gewiss könnten die Handball-Damen des VfL Wittingen Gefahr laufen, das heutige Heimspiel (17. 15 Uhr) gegen den Northeimer HC II in der Landesliga als durchlaufenden Posten zwischen den zwei Titel-Endspielen zu sehen.

Doch Trainer Christian Gades hebt mahnend den Zeigefinger.

„Wir müssen uns nur auf dieses Spiel fokussieren.“ Und nicht schon dem nächsten Alles-oder-nichts-Duell bei der HSG Göttingen zu viele Gedanken einräumen. Northeim bedeutet Grundlagen schaffen. Damit der VfL eine Woche später überhaupt noch in der Position ist, von Meisterschaft und Aufstieg träumen zu dürfen. Das 24:24 in Rosdorf-Grone hat diese märchenhafte Möglichkeit bewahrt.

Die 60 Minuten heute Abend sind also kein Lückenfüller. „Zumal wir schon im Hinspiel gesehen haben, dass uns Northeim alles abverlangt“, verweist Gades auf das überflüssige 23:23 in der ersten Saisonhälfte. Zu diesem schmerzhaften Punktverlust („Wir hatten damals einen schwachen Tag, haben uns gerade noch so aus der Affäre gezogen“) sollen gegen die HC-Reserve (7.) nicht noch weitere hinzukommen. Den Gast könnte durchaus eine gewisse Schadenfreude antreiben, glaubt Wittingens Trainer. „Northeim kann indirekt den Titelkampf beeinflussen und wird sich das sicherlich gerne auf die Fahnen schreiben wollen.“ Also möglichst erst gar keine Angriffsfläche bieten.

Dass sich der heutige Rivale in einer gewaltigen Abwärts-Spirale (kein einziger Punkt 2014!) befindet, wertet Gades auch nicht als Selbstläufer-Aspekt. „Das muss nichts heißen. Wir wollen nicht diejenigen sein, gegen die sie ihr erstes Spiel in diesem Jahr gewinnen.“ Anders als in Rosdorf hofft der VfL-Coach wieder auf mehr leichte Tore durch Tempospiel für sein Team. In diesem Punkt darf es dann doch ein durchlaufender Posten sein...

Von Ingo Barrenscheen

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