Fußball – 1. Kreisklasse 2: „Das war nicht ganz ohne“

Ludwig, der Pendler aus München...

Nach der Saison ist erstmal Schluss für ihn beim SV Wagenhoff. Sebastian Ludwig hat in dieser Spielzeit alles gegeben, in der Hinrunde sogar extremes Pendeln ertragen, wird aber im Sommer zum SSV Kästorf wechseln, wo er nicht nur als Spieler fungieren wird, sondern als Co-Trainer auch in die Organisation eingebunden ist. Das war sein klarer Wunsch.

ct Wagenhoff. Zwei Jahre Wagenhoff und bald aber schon wieder weg. Sebastian Ludwig hat in dieser Saison viel auf sich genommen, um den SVW in der 1. Kreisklasse 2 so gut es geht zu unterstützen.

Im IK-Liga-Talk nimmt er kein Blatt vor den Mund und verrät, wieso ein Kreisliga-Aufstieg noch zu früh käme.

Obwohl er zu Saisonbeginn noch in München war, wählte ihn seine Mannschaft zum dritten Kapitän. Beruflich bedingt bestritt Ludwig in der Hinserie nur die Heimspiele, kam deshalb alle zwei Wochen aus dem Süden angereist. „Das war natürlich nicht ganz ohne. Aber wir haben einen kleinen Kader und es hat zum Glück immer so gepasst, dass ich bei den wichtigen Spielen dabei war“, verrät er.

Auf seine Rolle innerhalb der Mannschaft ist er schon ein wenig stolz. Mit seinen 33 Jahren bringt Ludwig eine gehörige Portion Erfahrung mit. „Die Jungs hören schon drauf, was wir sagen.“ Mit „wir“ meint er sich, Kapitän Niklas Ptassek und Timon Steep, die allesamt vorangehen.

Mittlerweile ist Ludwig wieder in Gifhorn tätig und kann deshalb regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Bis zum Saisonende jedenfalls, dann wird der defensive Mittelfeldspieler zu Kästorf zurückkehren. Der Verein, bei dem Ludwig seine meisten Herrenjahre verbrachte, hat ihm ein Angebot als spielender Co-Trainer gemacht, das er einfach nicht ausschlagen konnte. „Bei Wagenhoff hätte ich mir eine ähnliche Konstellation vorstellen können, aber der Verein wollte keinen Spielertrainer.“

Ein Aufstieg des SVW käme, auch bedingt durch den Umbruch im Sommer (Trainer Marco Propfe verlässt den SV Wagenhoff), aber wohl noch zu früh, meint der Leistungsträger. „Ich denke, dass Hillerse II das macht. Wedes Wedel ist nicht stärker als wir, aber für den Aufstieg wird es wohl noch nicht reichen.“

Besonders der kleine Kader macht dem Routinier zu schaffen. „Elf bis 13 könnten auch in der Kreisliga oben mitspielen, aber danach wird es eng. Die Breite des Kaders fehlt einfach, um eine Liga höher zu bestehen.“ Für die Rückserie wird Wagenhoff genau das einige Punkte kosten. „Wenn wir Freitag und Sonntag spielen, dann geht das auf den Kader“, meint Ludwig, der in der C-Jugend beim VfL Wolfsburg spielte. Jetzt am Sonntag trifft der SVW um 15 Uhr im Heimspiel auf den FSV Adenbüttel Rethen II. Ein Sieg sollte Pflicht sein, wenn der SVW noch mal oben angreifen will.

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