Fußball – Kreisliga: Ummern frohlockt derweil nach Derby-Kantersieg

0:7 löst beim WSC Kater aus

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Vitalij Spack ist machtlos: Der Keeper des Wesendorfer SC kann nur noch zugucken, wie Ummerns Goalgetter Jannes Drangmeister ungestört zum 0:2 einschiebt. Am Ende kassiert der WSC eine deftige 0:7-Derbyklatsche. 

Wesendorf. Hat da jemand den Saisonabsch(l)uss zu wörtlich genommen!? Am Tag nach der Mega-Sause der Schützen wirkten die meisten Fußballer des Wesendorfer SC so, als seien sie mit ihren Gedanken schon in der Winterpause. . .

Anders war die 0:7 (0:3)-Schmach im Derby gegen den VfL Germania Ummern nicht zu erklären.

„Vielleicht war die Party wichtiger als das Spiel“, merkte WSC-Spartenleiter Julian Hoppe sarkastisch an und prangerte damit auch direkt die Einstellung der Gastgeber an. Womöglich hatten es einige in der Tat in der Nacht übertrieben. „Wir sind nur hinterhergelaufen, waren überhaupt nicht in den Zweikämpfen“, so Hoppes Vorwurf. „Wir haben Ummern den Sieg so von vornherein geschenkt.“

Die Einladung nahmen die Germanen mit leichter Verzögerung auch dankend an. „In den ersten 15 Minuten haben wir viele Bälle verloren“, beklagte VfL-Coach Jörg Drangmeister. Doch mit der Führung durch Vitalij Sterz (24.) nahm Ummerns Express Fahrt auf und düste bis zur Pause auf ein komfortables 3:0 davon.

Auch die Viertelstunde nach Wiederbeginn behagte Drangmeister nicht so sehr. „Da war viel Unruhe drin.“ Weil der WSC „auf das 3:1 gespielt“ hätte, ergänzte Hoppe. Doch mit dem 0:4 durch Christian Sterz sei das Durcheinander auch schon wieder „bereinigt“ gewesen, stellte der VfL-Übungsleiter zufrieden fest und verlebte ab da einen entspannten Nachmittag.

„Kein typisches Derby, wenn man so abgeschlachtet wird“, schüttelte WSC-Sprecher Hoppe den Kopf. Immerhin hatte Wesendorf die Partie zum Spiel des Jahres proklamiert. Dafür hätte nicht nur Drangmeister „mehr erwartet“ vom Gebner.

Von Ingo Barrenscheen

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