Lob, Ehrungen und Fusions-Pläne beim Tag der Schiedsrichter

Beim Tag der Schiedsrichter würdigten KSO Herbert Schacht (r.) und Gifhorns Fußball-Boss Egon Trepke (l.) Carsten Idczak (v. l.), Manfred Hanusch und Robin Redler. Foto: Frankewitsch

max Westerbeck. Spieltag für Spieltag stehen sie ihren Mann oder ihre Frau. Am Sonntag erhielten 65 Fußball-Schiedsrichter aus dem NFV-Kreis Gifhorn nun ein wenig Anerkennung zurück: Sie pilgerten neben 38 Familienangehörigen und neun Gästen zum Tag der Schiedsrichter in Westerbeck.

Berichte und Bilanzen waren das eine, gesellige und gemütliche Stunden bei Grillgut, Getränken sowie Kaffee und Kuchen das andere. Der Kreisschiedsrichterobmann (KSO) Herbert Schacht erinnerte seit seiner Wahl in das wichtige Amt vor neun Monaten an die bisherige Arbeit. „Wir stellen zurzeit insgesamt 159 Schiedsrichter von der 3. Kreisklasse bis zur Kreisliga sowie zehn Sportskollegen in der Bezirks- und Landesliga“, stellte Schacht fest. Es gab im vergangenen Dreivierteljahr jede Menge Arbeit für das Gifhorns Schiedsrichtergremium, die aber beispielhaft und ohne größeren Tadel bewältigt wurde.

Doch einige schwarze Schafe unter den Unparteiischen gebe es auch. „Ich habe heute kein Bock auf Pfeifen“, bekam ein empörter Trainer einer Jugendmannschaft von einem angesetzten Schiri zu hören. „So etwas darf nicht wieder vorkommen“, ärgerte sich Schacht.

Zuvor berichtete Gifhorns Kreisvorsitzender Egon Trepke über Zusammenschlüsse von Kreisfußballverbänden, begründet durch eine geplante Strukturreform im NFV im Zusammenhang mit künftigen Fördermitteln. „Der NFV sieht es als ungerecht an, wenn ein Kreisverband mit 1000 Sportvereinen bei der Vergabe gleichgestellt werde mit einem Kreisverband, der nur 250 Vereine betreut“, erläuterte Trepke die Hintergründe. Daher solle es laut des Verbandes zu Fusionen kommen. Trepke stelle sich vor, dass Gifhorn, Wolfsburg und Helmstedt nach konstruktiven Gesprächen zusammenfinden könnten. Doch soweit sei es noch nicht. Wichtige Fragen wie etwa die Fahrten müssen konsensfähig erörtert werden.

Ein sehr großes Lob an die gesamte Gifhorner Schiedsrichterriege zollte Stefan Voth, Schiedsrichterobmann Bezirk Braunschweig. „Auf euch war und ist immer Verlass, wenn wir anfragen, ob ein Schiedsrichter aus dem Kreis Gifhorn pfeifen könne.“

Im Anschluss ehrte der KSA langjährige und verdiente Kollegen. Die bronzene Verdienstnadel erhielt Carsten Idczak. Seit 25 Jahren leitet Manfred Hanusch Fußballspiele. Dafür erhielt er die Verdienstnadel in Silber. Das KSA-Mitglied Thorben Rutsch überreichte Robin Redler vom FC Brome die Auszeichnung Jugendschiedsrichter des Jahres 2010/11. Die Familie Becker nahm dankend die Auszeichnung Goldene Pfeife 2010/11 entgegen. Schacht: „Die Eltern vom Jungtalent Korbinian Becker haben keine Mühen und Kosten gescheut, ihren Sohn zu jedem seiner Einsätze zu fahren.

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