Fußball – Bezirksliga: Wittingens Joker besorgt in Wasbüttel Siegtreffer / Wieder Chancen-Wucher

Liedtke lässt VfL durchatmen

Abgewehrt: Steffen Schmidt (r.) zeigte beim 1:0-Sieg des VfL Wittingen/S. in Wasbüttel eine starke Leistung in der Verteidigung. Foto: Barrenscheen

Wasbüttel. Aufsteiger VfL Wittingen/S. schnappt in der Fußball-Bezirksliga erfolgreich nach Luft. Im Kellerduell beim MTV Wasbüttel setzte sich die Mannschaft von Trainer Naim Fetahu zu Beginn des – jetzt schon – selbst ausgerufenen Abstiegskampfes 1:0 (0:0) durch.

Allerdings reichte der zweite Sieg nicht, um das rettende Ufer zu erreichen. Als 14. treiben die Brauereistädter knapp unterhalb der Wasseroberfläche.

„Wir können etwas durchatmen. Allerdings nur strohhalmmäßig“, meinte Fetahu nach der höchst spannenden Partie. Für den leichten Brustlöser hatte ausgerechnet der Wittinger gesorgt, der selbst kaum Luft bekam. Joker André Liedtke (72.), der eine Woche lang von einer Grippe geplagt worden war, befreite den VfL acht Minuten nach seiner Einwechslung.

Etwas! Denn Fetahu wurde es auch danach noch an der Seitenlinie heiß und kalt. Erneut betrieben die Gelb-Blauen einen Chancenwucher, der beinahe wieder gesundheitsgefährdend war. Eigentlich alle Offensiven – Marcel Liedtke, Patrick Gernsheimer, Sven Arndt und in der Schlussphase André Liedtke – ließen beste Gelegenheiten aus.

„Wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, meinte Fetahu, der nach Schlusspfiff erst einmal seinen rasenden „Puls beruhigen“ musste. Denn Wasbüttel, das durchweg die schwächere Mannschaft gewesen war, drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich. „Sie haben lange Bälle vorne reingeschlagen. Das war noch einmal ganz schön nervenaufreibend“, stöhnte Fetahu. In der ersten Halbzeit hätte Wasbüttel gegen die gute Wittinger Deckung – mit den starken Marcel Vietze und Steffen Schmidt – kaum etwas ausrichten können. „Da waren ein paar Fernschüsse. Aber weit neben das Tor“, berichtete Wittingens Coach, der bereits nach 30 Minuten Verteidiger Christoph Meyer wegen Rückenbeschwerden auswechseln musste.

Mit dem Sieg wurde den Wittingern nun erst einmal der Rücken gestärkt. Überbewerten will Fetahu den zweiten Dreier der Saison nicht. „Wir müssen jetzt die Klappe halten und weiter arbeiten“, forderte Wittingens Coach Zurückhaltung.

Zum einen dümpelt der VfL noch unter der Linie. Zum anderen tauchten die Brauereistädter nach dem ersten Sieg über Vorsfelde II mächtig ab – vier Pleiten in Serie. Gleiches will Fetahu nun verhindern. Damit spätestens am Saisonende alle VfLer befreit aufatmen.

Von Matthias Jansen

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