Handball – Landesliga WB: Schwache JSG Wittingen/Stöcken unterliegt 24:25

Lieber ganz schnell vergessen...

Satz mit x, das war wohl nix... Wittingen/Stöckens weibliche B-Jugend (Sarah Matte) wirkte in Münden abwesend. Foto: ib
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Satz mit x, das war wohl nix... Wittingen/Stöckens weibliche B-Jugend (Sarah Matte) wirkte in Münden abwesend.
  • Ingo Barrenscheen
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Münden/Wittingen. Wo waren sie nur mit ihren Gedanken!? Die B-Jugend-Handballerinnen der JSG Wittingen/Stöcken hätten bei ihrer überflüssigen 24:25 (13:12)-Niederlage in der Landesliga bei der JSG Münden/Volkmarshausen irgendwie geistesabwesend gewirkt, rätselte Coach Sven Metzner...

Der Trainer sprach von einem gebrauchten Tag:

Nach der langen Fahrt sei seine Riege nicht so richtig in Schwung gekommen. Die Zwei-Tore-Führungen zu Beginn erwiesen sich ebenfalls nicht als Starthilfe, denn die hiesige JSG verfiel dann direkt in Lethargie. Wittingen/Stöcken ließ viele Großchancen aus, verlor viele Bälle durch Unkonzentriertheiten und stellte nur eine löchrige Deckung – und trotzdem genügte ein kurzer Tritt aufs Gaspedal, um einmal sogar mit vier Toren davonzuziehen. Ebenfalls keine Initialzündung. Stattdessen flogen Bälle mit Schmackes an die Hallenwand neben dem Tor. Mit Ach und Krach schleppten die Gäste eine dünne 13:12-Führung in die Pause. „Zu diesem Zeitpunkt hätten wir locker mit sieben oder acht Toren führen müssen“, haderte Metzner.

Und es kam noch schlimmer. Peu à peu ließ sich Wittingen/Stöckens WB die Butter vom Brot nehmen. „Mit ungenutzten Hundertprozentern, verworfenen Strafwürfen und Fehlpässen unterstützten die Mädchen ihren eigenen Untergang“, so Metzner. Der Ausgleich Mitte des zweiten Durchgangs erwies sich nur als ein Strohfeuer. Dabei hätte es dennoch reichen können für den hiesigen Nachwuchs. Doch bezeichnenderweise versiebte die JSG in den Spielminuten 47 bis 49 zwei Siebenmeter und zwei Hochkaräter.

Fehlende Dynamik und Treffsicherheit im Angriff waren das eine Manko, die ungewohnten Abwehrschwächen das andere, analysierte Metzner. „Im eigentlichen Prunkstück, der Deckung, fehlten die Absprachen und das Aushelfen. Der Gegner konnte wie ein heißes Messer durch warme Butter unsere Deckung zerteilen oder ungestört bei sieben Metern seine Würfe ausführen.“ Die WB war über die 50 Minuten Spielzeit schlichtweg nicht auf Trab zu bringen. Metzners Fazit: „Schnell abhaken, Schultern zurück, Kopf hoch und weiter nach vorne.“

• Tore: Matte (5), Safar (5), Hobel (4), Ehrecke (4), Metzner (3), Schulze (2), Herrmann (1).

Von Ingo Barrenscheen

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