Fußball – 1. Kreisklasse 1: Niklas Bruchmann folgte seiner Frau Sina zum SVE / 28-Jähriger zum Torjäger entwickelt

Der Liebe wegen zum SV Eischott

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Vorwärtsgang: Niklas Bruchmann (links) hat sich beim SV Eischott zum Torjäger entwickelt und übernimmt obendrein mit der Binde am Arm Verantwortung auf dem Feld.

Eischott. Seit vier Jahren ist Sina Bruchmann beim SV Eischott tätig. Die erste Vorsitzende hat bislang viele richtige Entscheidungen für den Verein aus der 1. Fußball-Kreisklasse getroffen.

Doch der wohl cleverste Schachzug war es, ihren Mann Niklas mit ins Boot zu holen – den neuen Torjäger vom Dienst.

Niklas Bruchmann galt in seiner Zeit vor Eischott als Wandervogel. Nun ist er endlich sesshaft geworden mit seinen 28 Jahren. Der Grund dafür: seine Frau Sina. Bevor es den Volkswagen-Mitarbeiter zu den Rot-Weißen zog, verfolgte der Torjäger noch höhere Ziele. Er kickte in der Jugend mehrere Jahre für den VfL Wolfsburg gegen das runde Leder. Seine erste Station im Seniorenbereich war der TSV Hehlingen. Von dort aus ging es weiter zum VfB Fallersleben, wo Bruchmann sogar in der Landesliga Erfahrung sammelte. Nach einem kurzen Intermezzo wieder zurück in Hehlingen ging es dann weiter nach Eischott. Nach mehreren Anlaufstellen ist er nun im 800 Einwohner-Dorf heimisch geworden, fühlt sich pudelwohl auf seinem kleinen Hof, wo er zusammen mit seiner Frau Sina und seinen Schwiegereltern lebt. Vor allem die vielen Tiere halten ihn immer auf Trab. „Es ist immer was los und es gibt auch immer was zu tun. Hier auf dem Hof wird es nie langweilig. Das gefällt mir“, so der 28-Jährige.

Doch ihm gefällt es auch in seiner neuen Mannschaft, für welche er seit nun zweieinhalb Jahren spielt. „Ich kannte viele Jungs schon vorher. Daher wurde ich sehr gut aufgenommen. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich integriert habe“, meint Bruchmann. Dabei verlief die Anfangszeit sportlich gesehen nicht gerade nach Vorstellung. In der vergangenen Saison erlitt der VfL Wolfsburg-Fan gleich am zweiten Spieltag einen Kreuzbandriss, plagte sich zuvor schon mit Rückenschmerzen herum. Nur zwei Begegnungen standen in der Saison 16/17 in seiner Vita. Mittlerweile jedoch hat sich das Knie regeneriert, Bruchmann fühlt sich fit: „Ich bin in einem guten Zustand. Ich mach mir derzeit einfach keinen Kopf mehr über mein Knie. Das ist wohl das Beste. Jetzt möchte ich einfach nur gesund bleiben“, sagt der Offensivakteur.

Das hoffen wohl auch seine Mitspieler. Denn mit zwölf Treffern ist der 28-Jährige der mit Abstand beste Torschütze seiner Mannschaft. Ohne Bruchmann würde der SVE wohl noch weiter unten in der Tabelle stehen. Das würden die Rot-Weißen auch, wenn die letzten Partien nicht so gut gelaufen wären. Zu Beginn der Rückrunde sah das noch anders aus, denn Eischott kam nicht wirklich rein die zweite Phase der Saison. Bruchmann: „Die letzten drei Spiele waren zum Glück wieder besser. Anfangs war das Glück nicht auf unserer Seite, das hat sich jetzt auch geändert. Wir haben wieder Selbstvertrauen getankt.“ Die breite Brust benötigt der Tabellenviertletzte auch am Sonntag (15 Uhr), wenn es gegen den direkten Konkurrenten TSV Schönewörde geht. „Kleinigkeiten werden das Spiel entscheiden“, prophezeit Bruchmann.

Von Jannis Klimburg

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