Fußball – 1. Kreisklasse 1: Endspiel gegen Eischott / Rückrunden-Topspiel in Rühen / TSV gefordert

Der letzte Strohhalm für Langwedel

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Zeigen sie noch einmal ein letztes Aufbäumen? Das Schlusslicht SV Langwedel (l.) empfängt am Sonntag den Drittletzten Eischott. Tülau-Voitze hängt dazwischen, hat aber spielfrei.

Der SV Langwedel greift am Sonntag (15 Uhr) in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 zum wohl letzten Strohhalm: Das Schlusslicht benötigt gegen den Drittletzten SV Eischott zwingend einen Sieg, um noch einmal einen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt schöpfen zu können.

Derweil erhoffen sich die Teams darüber ein wenig mehr Sicherheits-Abstand zum SV Tülau-Voitze, der spielfrei ist und den Druck auf die anderen Kellerkinder nicht noch weiter erhöhen kann. Spannend bleibt auch die Frage, ob sich der SV BW Rühen (gegen Jembke) oder SV Osloß (in Tappenbeck) im Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg einen Aussetzer erlauben.

SV Barwedel –

TuS Ehra-Lessien

Der TuS Ehra-Lessien (Nick Zinn) sieht sich nicht chancenlos.

Ob die Ehra-Lessiener als Warm-Up wohl mit dem Fahrrad rübermachen? Angesprochen auf diese Variante muss TuS-Trainer Jürgen Schenk schmunzeln: „Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen...“ Für seine Riege steht ein kurzer Dienstweg in den Nachbarort an. Und der soll nicht ohne Lohn bleiben. „Wo Barwedel steht, ist schon gut. Aber wenn man sieht, dass Hankensbüttel dort einen Punkt geholt hat und sie zuletzt auch spät in Jembke verloren haben – muss man sehen“, will Schenk eine Überraschung nicht ausschließen. „Mit ein bisschen Selbstvertrauen kommen wir ja auch.“ Allerdings auch mit einigen Veränderungen im Kader, da einige Spieler das verlängerte Wochenende zu einem Kurzurlaub nutzen.

SV BW Rühen –

SV Jembke

Mitte der Woche deklarierte Rühens Coach Sören Henke das Heimspiel gegen Jembke noch als „echten Gradmesser“. Immerhin sei das Gesamt-Klassement trügerisch. Denn die Gäste sind zwar nur Achter – im Rückrunden-Ranking allerdings lautet das Duell Zweiter gegen Dritter! Doch das war alles, bevor in Jembke der große Urknall passierte (siehe Text oben). Auch wenn der SVJ nach Vereins-Bekunden am Sonntag definitiv antreten wird, so dürfte die Mannschaft nach dem Massen-Rücktritt beileibe nicht mehr dieselbe Qualität aufweisen. Henke stellte ohnehin klar: „Wenn wir unsere Ziele erfüllen wollen, müssen wir jeden schlagen.“ Seine Wunsch-Marschroute für das Match: Schnell alles klar machen.

SV Langwedel –

SV Eischott

Gehen in Langwedel die Lichter aus? Oder hält das abgeschlagene Schlusslicht im vermeintlichen Schicksalsspiel gegen Eischott doch noch den letzten Rest-Funken Hoffnung am Glimmen? Für beide Seiten steht unheimlich viel auf dem Spiel, beide Teams schluckten zuletzt eine Flut von Gegentoren. Wobei SVE-Coach Jens Beyer betont: „Man darf nicht vergessen, dass wir gegen die ersten Drei der Tabelle gespielt haben.“ Was für den SVL fast identisch gilt. Beyer ist es auch schnurzpiepegal, sollte seine Mannschaft „in der 97. Minute das 1:0 machen“ – hauptsache gewinnen. Er mahnt: „Wir werden sie nicht im Vorbeigehen schlagen, erst recht nicht in unserer momentanen Verfassung...“

TSV Brechtorf –

FC Germania Parsau

Drei Niederlagen in Folge, davon zweimal zuletzt ohne eigenen Treffer: Der lange Zeit so auftrumpfende Neuling Brechtorf scheint seinen Elan ein wenig eingebüßt zu haben. Vielleicht wirkt ja das Duell gegen (Tabellen-)Nachbar Parsau wiederbelebend auf die Stiegert-Riege. Ein klassischer Positionskampf mit einer Brise Prestige.

SV Tappenbeck –

SV Osloß

Christian Grunwald „sprüht im Moment nicht vor Euphorie“. Kein Wunder. Läuft es doch beim SV Tappenbeck anno 2018 gewaltig schief. Der Kreisliga-Absteiger läuft seiner Form hinterher. „Wir haben schon versucht, es zu analysieren. Irgendwie ist der Wurm drin. Es ist eine sehr schlechte Phase, das muss man echt sagen“, bestätigt der SVT-Trainer. Womöglich ist in solch einer Situation ein Kaliber wie Spitzenreiter Osloß genau der richtige Gegner. „Kann sein“, rätselt Grunwald. Es sei auf jeden Fall einfacher für den Gastgeber, da keiner groß mit den Grün-Gelben rechne. Doch er will die Hoffnung nicht aufgeben, dass „wir bald wieder auf den richtigen Pfad kommen“. Im Hinspiel gewann Tappenbeck immerhin.

TSV Grußendorf –

FC Ohretal

Theoretisch könnte Seriensieger Ohretal mittlerweile sogar Platz drei in Augenschein nehmen – doch in solchen Sphären denkt Trainer Matthias Bock nicht. Den aktuell fünften Platz zu verteidigen, „wäre schon ganz geil“. Wobei zumindest Rang vier eine neue Bestmarke am Saisonende für die Rot-Grünen wäre. „Da sage ich auch nicht nein gegen“, grinst Bock. Doch dafür darf sich bei seinem Team nicht der Schlendrian einschleichen. „Jetzt wird’s gefährlich“, warnt der FCO-Coach mit Blick auf die kommenden Wochen. Es warten nur Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. „Mal gucken, ob die Jungs das hinkriegen.“ Immerhin leistete sich Ohretal gegen Grußendorf auch schon im Hinspiel eine 1:3-Pleite. Bock: „Das war magere Kost. Ich werde die Jungs einnorden.“

SV Hankensbüttel –

TSV Schönewörde

Der letzte Sieg stammt aus dem Oktober. Das weiß Baris Oskay. Das wissen seine Spieler. „Wir sind halt in einer schwierigen Situation und da müssen wir jetzt leider durch“, gibt sich Schönewördes Coach trotzig. In den vier Partien 2018 sei seine Riege nicht schlecht gewesen, nur die Resultate hätten gefehlt. Das muss sich ändern. Ein Remis wie in den beiden vergangenen Begegnungen (1:1 gegen Tappenbeck, 3:3 gegen Grußendorf) wäre in seinen Augen gegen den Tabellennachbarn Hankensbüttel zu wenig. „Es läuft auf das Ende der Saison zu, mit jedem Spiel wird es schwieriger. Wir müssen jetzt ran und gewinnen.“ Da hat der HSV allerdings etwas dagegen, wie Coach Richard Matis nach dem Mittwochs-2:0 gegen Brechtorf unterstrich: „Es soll so weitergehen, wir wollen keinen Leistungs-Einbruch.“

Von Ingo Barrenscheen

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