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Letzte Landung: Winterpause am Himmel

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Über den Wolken... Die Segelflieger der LVI Repke genossen die letzten schönen Tage am Himmel. Neuzugang Alexander Thies schloss die Saison mit dem Gewinn des Ziellandewettbewerbs ab. Nun macht der Club die Flugzeuge winterfest.
Über den Wolken... Die Segelflieger der LVI Repke genossen die letzten schönen Tage am Himmel. Neuzugang Alexander Thies schloss die Saison mit dem Gewinn des Ziellandewettbewerbs ab. Nun macht der Club die Flugzeuge winterfest.

red Repke. Die Tage werden kürzer, der Himmel grauer – und die ersten Herbststürme ziehen übers Land. Für die Segelflieger der Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI) heißt das: Lande-Anflug. Mit einem Ziellandewettbewerb endete jüngst die Flugsaison.

Da Segelfliegen ein sehr naturverbundener Sport ist, sind die Piloten in erster Linie vom Wetter abhängig. Während die Zugvögel vor dem Winter flüchten, bleiben die Repker Aktiven ortstreu und nutzen die kalte Jahreszeit, um Technik und Fluggerät zu warten und zu pflegen.

Doch bevor die Flieger eingemottet werden, griff der Verein auf eine Tradition zurück und nutzte die Herbststürme für eine Hangflugwoche. So besuchten einige Mitglieder einen befreundeten Verein am Ith, ein Mittelgebirgszug im nördlichen Weserbergland. Dort können die Piloten ganz ohne Thermik den Hangwind nutzen, Schüler lernen ein ganz anderes Fliegen kennen und erweitern hier ihren fliegerischen Horizont. Am Boden gab es alternativ Höhlen und Felswände zu erklettern.

Dann das Saisonfinale. Bei einem Ziellandewettbewerb, an dem auch Flugschüler teilnehmen konnten, wurde der Cockpit-Chef ermittelt, der am exaktesten in einem abgesteckten Feld landet. Als treffsicherer Sieger ging Neuzugang Alexander Thies hervor, der seit diesem Jahr die LVI-Jugendgruppe verstärkt. Auf dem zweiten Platz konnte sich Flugschüler Hartmut Rauch behaupten. „Erst sah es ganz danach aus, als ob Hartmut sich den Sieg holen würde, doch dann konnte ich mir mit meiner letzten Landung den Platz an der Spitze sichern“, so Thies.

Die Flugzeuge wurden schlussendlich auseinandergebaut sowie Fahrzeuge, Wohnwagen und Winde in den Hallen eingemottet. „Die kommenden Wochenenden wird nun fleißig an der Wartung sämtlicher Flug- und Bodentechnik gearbeitet, um nächstes Jahr wieder voll einsatzfähig zu sein“, erklärte der gebürtige Repker Ralf Köllner. „Die Mitglieder erledigen die meisten Arbeiten in Eigenregie und im Frühjahr gibt ein amtlich zugelassener Prüfer nach eingehender Untersuchung das Flugzeug zur weiteren Nutzung frei, vergleichbar mit der Hauptuntersuchung beim Auto.“

Das einzige Luftschiff, das die flugfreie Winterzeit etwas versüßt, ist der vereinseigene zweisitzige Motorsegler, aus dem man die goldgelbe Herbstlandschaft bewundern kann.

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