Handball – Verbandsliga Herren: SG VfL Wittingen/Stöcken gastiert heute bei Lührs’ VfB Fallersleben

„Lerneffekt“ im Semi-Derby?

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Endlich auswärts aufsässig? Die Verbandsliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Lars Erxleben) hoffen am heutigen Samstag im Gastspiel beim VfB Fallersleben auf das erste Erfolgserlebnis in der Fremde nach dem mageren Heidmark-Remis.

Fallersleben. Ein Derby im klassischen Sinne bedingt eine alteingesessene Rivalität. Die liegt zwischen dem VfB Fallersleben und der SG VfL Wittingen/Stöcken nicht unbedingt zugrunde. Und doch schwingt im Verbandsliga-Vergleich am heutigen Samstag (18.

30 Uhr) in der Hoffmannstadt mehr Prestige als in anderen Duellen mit für die hiesigen Handballer. Einerseits aufgrund „der räumlichen Nähe“, bekräftigt VfL-Coach Christian Gades. Andererseits auch durch Philip Lührs. Der Erpensener, Keeper in Diensten Fallerslebens, sorgt dann doch für den Schuss Extra-Motivation.

Schaden kann das nicht aus Wittingen/Stöckener Sicht. Gades will zwar (noch) nichts von einer Auswärtskrise seiner Mannschaft wissen – immerhin hätte die SG VfL bislang bei der Drittliga-verstärkten Reserve aus Hildesheim und Aufstiegskandidat Duderstadt verloren. Über ein Fremdeln würde er sich erst Gedanken machen, „wenn wir sechs, sieben Spiele lang keine Punkte geholt haben“. Und doch „wäre es nicht schlecht, auch mal auswärts zu punkten“. Um Diskussionen vorzubeugen und Versäumtes nachzuholen. Beim jüngsten 27:27 gegen die HSG Heidmark „haben wir einen Punkt liegen lassen. Jetzt wollen wir nachziehen“, hofft der SG-Trainer.

Im Bewusstsein, dass Fallersleben analog zu seiner Riege eine Heimmacht darstellt. Doch Wittingen/Stöcken hätte auch in den vergangenen Jahren bei Gastspielen Duftmarken gesetzt und gute Spiele abgeliefert. Das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten ist also unvermindert da. Zumal die Brauereistädter heute erstmals in Bestbesetzung in der nahen Ferne auflaufen. Auch Janosch Kochale, der vorherige Woche nach Klausurenphase sein Comeback feierte, ist wieder mit an Bord.

Gades schwor sein Team in der einzigen Trainingseinheit gestern Abend (am Feiertag war die Halle geschlossen) auf die Besonderheiten der Fallersleben-Partie ein. In Erfahrung der vorangegangenen Auswärts-Niederlagen werde die SG die 60 Minuten „ein bisschen anders angehen“. Vor allem ist Geduld im Angriff gefragt. Wittingen/Stöckens Übungsleiter hofft, dass es nach den Spielen in Hildesheim und Duderstadt „einen Lerneffekt gibt“. Zumal hat er bei Video-Analysen den ein oder anderen Ansatz ausgemacht, wo der VfB verwundbar sei. Etwa in der Rückwärts-Bewegung. Gades: „Ich werde meine Ideen vorstellen.“ Die Spieler müssen sie nur noch umsetzen.

Von Ingo Barrenscheen

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