Eishockey – DEL: Grizzlys wahren mit 2:1 über Augsburg ihre Mini-Mini-Chance

Leggio und der letzte Strohhalm

Der ist drin! Wolfsburgs Cole Cassels (r.) bejubelt ein Tor beim 2:1-Erfolg gegen die Augsburger Panther.
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Der ist drin! Wolfsburgs Cole Cassels (r.) bejubelt ein Tor beim 2:1-Erfolg gegen die Augsburger Panther.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wolfsburg – Totgesagte leben länger. Auch wenn die Chance weiterhin marginal ist, so klammern sich die Grizzlys Wolfsburg an den allerletzten Strohhalm mit Blick auf die Play-Offs.

Nachdem sowohl die Eisbären Berlin wie auch die Nürnberg Ice Tigers am Dienstag gepatzt hatten, verkürzte der dreifache deutsche Vizemeister den Rückstand auf Platz zehn am gestrigen Mittwochabend durch einen hart erkämpften 2:1-Erfolg über die Augsburger Panther auf neun Zähler. Allerdings sind auch nur vier Matches in der Hauptrunde zu gehen.

Dennoch: Auf der Saison-Zielgeraden funktioniert es plötzlich bei den Orangenen. Den Sieg hatten die Gastgeber vorwiegend Torwart-Teufelskerl David Leggio zu verdanken. Als es in der Schlussphase brenzlig wurde, stand der Ex-Münchener immer wieder im Brennpunkt und seinen Mann. Serienweise flogen ihm die Pucks um die Ohren, doch der Schlussmann war nicht mehr zu bezwingen. Nur bei der frühen Augsburger Führung durch Matthew Fraser nach einer Verkettung von Grizzlys-Fehlern war Leggio machtlos gewesen (8.). Ein Rückschlag, den die Hausherren nur langsam wegsteckten. Kurz vor Ende des ersten Drittels vereitelte Leggio mit einer Riesentat gegen Payerl das 0:2.

Das Spiel blieb eine ganze Weile recht zerfahren. „Beide Seiten waren abwartend und fehlerhaft“, konstatierte Grizzlys-Coach Hans Kossmann. Bis sein Team, bei dem Christoph Höhenleitner als Not-Verteidiger für Björn Krupp (Magen-Darm-Erkrankung) einspringen musste, dann doch die Schlagzahl erhöhte und die Drangperiode gegen Ende des Mittelabschnitts gleich doppelt nutzte: Erst zischte ein Flachschuss von Jeff Likens von der blauen Linie in die Maschen (37.), dann packte Spencer Machacek in doppelter Überzahl direkt noch einen obendrauf (39.).

Dank Leggio verteidigte der Tabellenvorletzte das hauchdünne Polster. Ein weiterer versöhnlicher Heimauftritt für die Anhänger. „Mit nur einem Tor ist es auswärts verdammt schwer, ein Eishockey-Spiel zu gewinnen“, beklagte Panther-Coach Mike Stewart. Kossmann indes sagte: „Das erste Tor hat uns einen Schub gegeben. Die Mannschaft hat alles versucht, um zu überleben.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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