Fußball – Kreisliga: Nullnummer in Groß Oesingen macht nur Ummern glücklich / SV vergibt drei große Gelegenheiten

„Lauer Sommerkick“ statt Derby-Spektakel

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Der SV Groß Oesingen (l. Constantin Heers) hat weiter die Nase vorn: Im Kampf um Platz drei sahen die Zuschauer in Groß Oesingen keine Treffer. Der VfL Germania Ummern (M. Sebastian Kuhls) verlor Platz drei an den Aufsteiger SV Triangel.

Oesingen. Der kurze Regenschauer Mitte der ersten Halbzeit war im Grunde das Erfrischendste an diesem ansonsten „lauen Sommerkick“, wie ihn Torben König umschrieb.

Seine Kicker vom SV Groß Oesingen lieferten sich am gestrigen Sonntag in der Fußball-Kreisliga ein maues Derby mit dem VfL Germania Ummern. Das dann treffenderweise auch mit einer öden Nullnummer endete.

Dabei hätte das Prestige-Duell womöglich Fahrt aufgenommen, wenn die zuletzt so starken Platzherren in der Anfangsphase direkt ein wenig das Feuer in Form des Führungstreffers geschürt hätten. Doch der doppelte Niklas brachte nichts ein: Erst tauchte Niklas Müller blank vor Germanen-Keeper Dennis Berg auf und scheiterte, dann machte es ihm Teamkollege und Namensvetter Niklas Dierks gleich. „Danach geben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand und haben die Ordnung verloren“, registrierte König zu seinem Missfallen. Doch Ummern entfachte in letzter Konsequenz nicht wirklich Gefahr. Wohl auch eine Folge des ziemlich dezimierten Kaders. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Von daher sind wir froh, dass wir in Oesingen überhaupt bestehen konnten. Der Punkt ist glücklich, aber da fragt übermorgen keiner mehr nach“, räumte VfL-Trainer Michael Alms ein.

Die Zuschauer harrten vergeblich aus, um einen Adrenalinstoß verspüren zu können. Erst zwei Minuten vor Schluss – Groß Oesingen hatten den Lokalrivalen im Griff – dann doch noch einmal eine letzte Hallo-Wach-Szene: Am zweiten Pfosten kam Niklas Dierks noch einmal zum Kopfball aufs eigentlich leere Tor, doch Berg hätte die Kugel „noch extrem stark rausgeholt“, zollte König dem gegnerischen Keeper Respekt für die gewinnbringende Glanztat.

Während Ummern sich freuen durfte, haderte der SV-Übungsleiter: „Gefühlt ist das eine Niederlage. Mit Platz drei wird es jetzt schon schwierig.“

Von Ingo Barrenscheen

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