Handball – Oberliga WC: SG VfL Wittingen/Stöcken kassiert 13:32-Klatsche

Kurzes Strohfeuer reicht nicht aus

Es war eine zähe Angelegenheit: Zehn Minuten hielt die SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Jule Lümmer) mit. Danach spielte der Favorit aus Hannover seine Stärken aus.
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Es war eine zähe Angelegenheit: Zehn Minuten hielt die SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Jule Lümmer) mit. Danach spielte der Favorit aus Hannover seine Stärken aus.

Wittingen – Schon im Vorfeld hatten Lars und Bianca Kamke von einer nahezu unlösbaren Aufgabe gesprochen. Und das Trainerduo der SG VfL Wittingen/Stöcken sollte mit ihrer Annahme Recht behalten. Die weibliche C-Jugend wurde in der Handball-Oberliga aus der eigenen Halle gefegt.

Mit 13:32 (7:15) gingen die Brauereistädterinnen gegen den unangefochtenen Spitzenreiter TV Hannover-Badenstedt unter.

Zur Überraschung aller hielten die Gastgeberinnen jedoch die ersten Minuten mehr als passabel mit. Immer wieder wurde geduldig der Abschluss gesucht, was sich bewähren sollte. Zwischenzeitlich traf Julika Skerhutt nach einem Siebenmeter zur 5:4-Führung (8.).

Die Gäste-Trainerin hatte davon die Nase voll, bat ihre Spielerinnen gleich zum ersten Timeout. Dieser taktische Schachtzug sollte sich lohnen. Denn die Hannoveranerinnen verteidigten nun viel offensiver, was die SG VfL ins Grübeln brachte. Prompt übernahm der Favorit das Kommando auf dem Parkett, zog schnell auf 12:5 davon (16.). „Unsere Passwege wurden zugestellt und so zwangen sie uns zu einer hohen Anzahl von Fehlabgaben“, berichtete Lars Kamke. Auch in Folge fanden die Kamke-Schützlinge kein passendes Mittel mehr, um den Gegner in Bredouille zu bringen. „Wir haben uns nicht clever genug angestellt“, konstatierte Kamke. Auch deswegen schraubten die Gäste aus Hannover ihre Führung bis zur Pause noch auf 15:7 in die Höhe.

Es war dann eben auch zu erkennen, dass eine Torjägerin wie Melina Kamke nicht so einfach zu ersetzen ist. Nach dem Wechsel nahmen die Gäste den Fuß weiterhin nicht vom Gaspedal, sondern spielten weiter freudig drauf los. Lale Scheytza hütete nun das Tor der SG VfL und machte ihre Sache mehr als solide. Dennoch konnte auch sie nicht verhindern, dass der Favorit seine Führung Tor um Tor weiter ausbaute. Am Ende stand dann ein deutlicher 32:13-Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel.

„Wir waren einfach in allen Belangen unterlegen“, analysierte Kamke.

• Tore: Metzner, Herzberg (je 3), Lümmer, Buhr, Skerhutt (je 2), Dinter (1).

VON JANNIS KLIMBURG

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