Handball – Verbandsliga: Wittinger Druck nimmt vor Gastspiel beim Aufsteiger zu

Kühlen Kopf in Bergen bewahren

Nur nicht den Ball und das Spiel verlieren. Die Wittinger Handballer (M. Kai Eschert) müssen sich in Bergen in Acht nehmen. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Der Druck wächst, das Verlangen nach dem ersten Erfolgserlebnis gleich mit. Die Verbandsliga-Handballer des VfL Wittingen wollen im Auswärtsspiel beim TuS Bergen (heute, 19. 30 Uhr) den Fehlstart ein wenig zurecht rücken.

Das ist auch dringend erforderlich nach zwei Auftaktniederlagen. „Wichtig ist ein Erfolgserlebnis. Dann fällt ein gewisser Druck ab“, stimmt VfL-Trainer Mike Mühlenbruch seine Schützlinge auf die heutige Auswärtspartie beim Aufsteiger aus Bergen ein, der zum Auftakt zuhause mit 20:25 gegen HSG Nord Edemissen verlor. „Die werden brennen“, vermutet und befürchtet Mühlenbruch, der den Zugzwang auf beiden Seiten sieht. Wobei die Wittinger angesichts der zwei Premierenpleiten und als Vorjahres-Fastaufsteiger noch mehr in der Pflicht stehen. Vieles wird sich in den Köpfen abspielen. Deshalb gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Denn: Der Coach hat „eine gewisse Unsicherheit“ ausgemacht. „Wir agieren zu unsicher.“

Nicht immer, aber immer wieder dann, wenn es eng wird. In solchen Spielphasen wünscht sich Mühlenbruch mehr Initiative, mehr Verantwortung, mehr Mut. In gewissen Phasen müsse es lauter werden. Trotz der Startprobleme sieht er den VfL aber auf einem guten Weg. „ Teilweise war ich auch positiv überrascht. Das Team lebt. Es gibt keine Misstöne.“ Und auch die Trainingsbeteiligung lässt kaum Wünsche offen.

Mühlenbruch bezieht sich in seine Kritik/Analyse mit ein. „Auch ich muss mein Handeln überdenken.“ Beispiel dafür ist die späte Einwechselung von Christopher Witzke, der bei der Heimniederlage gegen Barsinghausen erst hereinkam, als die Wittinger ihre Linie verloren hatten. „Damit habe ich ihm keinen Gefallen getan.“ Nun soll „der eine oder andere“, der zuletzt wenig Spielpraxis bekam, auch mal sein Können zeigen. Gefragt sind letztlich alle. „Wir können nur selbst für die Wende sorgen“, so Mühlenbruch, der allerdings um Mirko Schulze bangt (Rückenprobleme). „Das wäre ein herber Verlust.“

Von Arek Marud

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