KSB Gifhorn gibt Positivsignal

Böhme: „Allermeisten Mitglieder bleiben ihrem Verein treu“

Eine jubelnde Bank einer Handballmannschaft
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Der Sportverein ist für viele wie eine zweite Familie. Auch für die Jugendhandballer der SG VfL Wittingen/Stöcken.
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    vonRouven Peter
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Der Kreissportbund (KSB)-Vorsitzende Hans-Herbert Böhme hat noch vor der Bestandsaufnahme ein positives Zeichen gegeben: Der große Mitgliederschwund bleibt aus.

Es sind Signale, die den Sportvereinen im Landkreis Gifhorn Hoffnungen machen. Hoffnung in aktuell schwierigen Zeiten. Noch bevor die endgültige Bestandserhebung vonseiten des Kreissportbunds (KSB) publiziert worden ist, gibt dessen Vorsitzender Hans-Herbert Böhme ein positives Zeichen: Die meisten Mitglieder sind ihren Klubs im Coronajahr treu geblieben. Der große Schwund ist ausgeblieben.

Anfang der Woche seien es noch zwölf Vereine gewesen, so Böhme, die ihre Bestandserhebung noch nicht abgegeben haben. Deshalb gelten die Werte, wie sich die Mitgliederzahlen im Kreis entwickelt haben, zunächst unter Vorbehalt. Aber es ist schon jetzt klar: Das Horrorszenario, dass sich eine Horde von Mitgliedern abgemeldet hat, ist ausgeblieben.

Rückgang von bis zu 3,5 Prozent erwartet

Wobei auch die Vereine im Bereich des KSB Gifhorn Mitglieder verloren haben. „Ähnlich wie niedersachsenweit erwarten wir einen Rückgang der Gesamtmitgliederzahlen von circa drei bis 3,5 Prozent“, offenbart Böhme. Viele Klubs würden demnach den Rückgang mit „normaler Fluktuation“ und die fehlenden Neueintritte aufgrund der andauernden Corona-Pandemie begründen, so der KSB-Vorsitzende. Er hält dies für eine plausible Erklärung: „Warum sollte man neu in einen Sportverein eintreten oder sein Kind anmelden, wenn es gerade keine Angebote gibt?“

Warum sollte man neu in einen Sportverein eintreten oder sein Kind anmelden, wenn es gerade keine Angebote gibt?

Hans-Herbert Böhme, KSB-Vorsitzender

Die meisten Rückgänge haben es nach jetzigem Stand im Bereich der Kinder im Alter bis sechs Jahren gegeben. „Hier machen sich besonders die fehlenden Neueintritte bemerkbar“, erklärt sich Böhme. Er prognostiziert aber wieder steigende Zahlen: „Man kann davon ausgehen, dass sich hier einiges ändert, wenn die Vereine wieder an den Start gehen dürfen.“

Finale Werte erst in ein paar Wochen

Endgültige Werte, auch zu Verschiebungen innerhalb der einzelnen Alters- und Geschlechtsgruppen sowie der einzelnen Sportvereine, werden dem KSB allerdings erst in den kommenden Wochen vorliegen. Doch Böhme kann schon jetzt glücklicherweise resümieren: „Die allermeisten Mitglieder sind ihren Vereinen treu geblieben.“

LSB meldet Rückgang von rund 3,7 Prozent

Der Landessportbund Niedersachsen (LSB) hat seine Ergebnisse der Bestandserhebung bereits veröffentlicht. Demnach verzeichnen die 9031 niedersächsischen Klubs (rund 97 Prozent der Gesamtmitgliedsvereine) einen Rückgang von rund 3,7 Prozent (minus 95.129). Sportminister Boris Pistorius dazu: „Gerade in diesen schweren Zeiten helfen Sport und der Zusammenhalt im Verein vielen Menschen dabei, einen Weg durch die Krise zu finden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen aber natürlich auch Vereine, Verbände und ihre Mitglieder teils schwerwiegend. Daher freue ich mich umso mehr, dass die allermeisten Mitglieder ihren Vereinen in Niedersachsen bisher treu geblieben sind.“ Auch die neuen digitalen Angebote dürften dabei einen Beitrag dazu geleistet haben, spekuliert Pistorius.

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