Fußball – Hallenkreismeisterschaft, Frauen: Knesebeck/Hankensbüttel guter Dritter

Krönung knapp verpasst

Zu spät: Die Frauen aus Groß Oesingen (r.) kamen in der Halle nicht sonderlich gut zu Recht. Unfair wurde es aber nie.

Gifhorn. Vornehme Zurückhaltung, um anschließend beinahe geadelt zu werden. Die Fußballerinnen der SG Knesebeck/Hankensbüttel verpassten bei der Hallenkreismeisterschaft in Gifhorn nur knapp die Krönung ihrer starken Leistung.

Das Team von Günter Niefindt, das ohne große Ziele ins Turnier gestartet war, wurde Dritter. „Damit sind wir super zufrieden“, erklärte der SG-Trainer. Auch wenn „wir es verdient gehabt hätten, im Finale zu stehen“, so Niefindt.

Eins, zwei, drei – „Es war alles drin“, erklärte Niefindt später. Nach einer ordentlichen Vorrunde fehlte der SG im entscheidenden Moment das Glück. „Wir haben das Halbfinale dominiert“, schilderte Niefindt die unglückliche 1:2-Niederlage gegen Rötgesbüttel. Knesebeck/Hankensbüttel machte zwar das Spiel, vergab aber zuviele Chancen. Und lag drei Minuten vor Schluss urplötzlich 0:2 hinten. „Da haben wir die Konzentration verloren“, erkannte der SG-Trainer, dessen Team beim 2:1 gegen den TuS Müden wieder zu alter Stärke zurückfand.

Ein, zwei, drei – vorbei. Bereits nach der Vorrunde mussten der SV Hagen-Mahnburg und der SV Groß Oesingen wieder ihre Taschen packen. Kein Beinbruch. Das frühe Aus nach drei Spielen war von den beiden Trainern durchaus erwartet worden. „Die Halle ist nicht so unsere Welt“, meinte Groß Oesingens Coach Andre Seidel.

Zwar begannen die SV-Frauen mit dem 0:0 gegen den TuS Müden gut („Das war nicht so schlecht“), bauten dann aber zügig ab. Gegen den VfL Rötgesbüttel sei sein Team, das nur einmal für die ungeliebten Hallenspiele „geübt“ hatte, lange gleichwertig gewesen, habe sich beim 1:4 dann aber die „Hütte vollhauen lassen“. Nach dem 0:4 gegen Hoitlingen stand das Aus dann fest. „So schnell geht das“, so Seidel.

Ohne Erwartungen war auch David Heitmann mit Hagen-Mahnburgs Damen angereist. „Wir wollten uns so teuer wie möglich verkaufen“, meinte der SV-Coach, der mit dem Einstand (0:0 gegen Eischott) schon sehr gut leben konnte. „Das war fast unser bestes Hallenspiel“, freute sich Heitmann über den Teilerfolg.

Und es sollte noch besser kommen. Zwar stand nach dem 0:2 gegen Knesebeck/Hankensbüttel das Aus beinahe schon fest. Dennoch gelang Hagen-Mahnburg noch ein großes Achtungszeichen. Als einziges Team trotzte die Heitmann-Riege dem späteren Kreismeister VfR Wilsche-Neubokel mit dem 1:1 überhaupt einen Punkt ab. „Unser Ziel war es, endlich ein Hallentor zu schießen“, grinste Heitmann, dessen Team beim Volksbank Hallenmaster-Cup noch komplett leer ausgegangen war und sich so eine kleine Krönung verschaffte.

Von Matthias Jansen

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