Fußball – 1. Kreisklasse 1: Eischott und Hoitlingen duellieren sich / VfL II mit Bezirks-Hilfe?

Krisengipfel unter Aufsteigern

Mit Tappenbeck wartet eine unangenehme Aufgabe auf den HSV (in blau, hier gegen Brome II).
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Mit Tappenbeck wartet eine unangenehme Aufgabe auf den HSV (in blau, hier gegen Brome II).
  • Rouven Peter
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Isenhagener Land – Ein Aufsteiger wird meistens von einer gewissen Aufstiegseuphorie beflügelt. Nicht so Eischott und Hoitlingen, die Neulinge der 1. Fußball-Kreisklasse 1. Beide stehen punktlos am Ende – und sich am Wochenende gegenüber.

Der FC Brome II hat zum Auftakt des 6. Spieltags indes mit Primus FSV Vorhop-Schönewörde ein Brett vor der Brust.

FC Brome II – Vorhop-S. (So., 12.30 Uhr)

Favorit in Brome: Vorhop-Schönewörde (rechts Kevin Büttner gegen Ohretals Christopher Franke).

„Wir wollen Vorhop-Schönewörde ein bisschen ärgern“, kündigt FCB-Coach Stefanos Karavaras an. Er erwartet einen „harten Brocken“. Aber: Brome II ist heiß, die Trainingsbeteiligung gut. Besonders auf die Defensivabteilung kommt es gegen den Spitzenreiter an. „Die haben einen starken Angriff“, lobt Karavaras. Fehlen wird ihm in der Heimpartie neben Lars Jürgens und Christoph Nieswandt aber auch Torwart Bastian Albrot. Wer ihn ersetzen wird, steht noch in den Sternen.

VfL Wahrenholz II – FC Ohretal (13 Uhr)

Mit dem Saisonstart (vier Spiele, sechs Punkte) kann Ralph Meyer, Trainer des VfL Wahrenholz II, leben. Zuletzt in Hankensbüttel (0:2) hätte es zwar auch einen Punkt geben können, „aber da kann man verlieren“. Gegner Ohretal sieht Meyer als Favoriten an, obwohl der ambitionierte FCO mit einem Sieg aus vier Ligaspielen denkbar schlecht gestartet ist. „Sie werden heiß sein“, glaubt Meyer. „Mit ein bisschen Glück holen wir einen, mit noch ein bisschen mehr Glück drei Punkte.“ Allmählich trudeln bei ihm vereinzelt Absagen ein. Daher könnte es sein, dass der eine oder andere aus der Bezirksliga-Truppe dabei ist. Die spielt nämlich bereits heute Abend.

TuS Ehra-Lessien – FC Germ. Parsau (14.30 Uhr)

Der Zweitplatzierte aus Parsau geht „als haushoher Favorit“ in das Spiel, geht es nach TuS-Trainer Jürgen Schenk. Der Stachel aufgrund der vielen Verletzten sitzt tief. Ein guter Saisonstart war nicht möglich. „Wir sind nicht der große Verein, um das auffangen zu können“, so der Übungsleiter. Mit dem Auftritt der Vorwoche in Hoitlingen, immerhin gewann der TuS 4:1, war Schenk nicht d’accord: „Das Selbstvertrauen ist nicht da.“ Im Heimspiel gegen die Germanen versucht Ehra-Lessien nun, kämpferisch und auch spielerisch dagegenzuwirken.

SV Barwedel – TSV Bergfeld (14.30 Uhr)

Mittelfeldduell! Fußballerische Feinkost kann man bei dem Aufeinandertreffen des Zehnten gegen den Neunten nicht unbedingt erwarten. Aber: Beide trafen immerhin schon zweistellig, kassierten im Umkehrschluss auch schon über zehn Tore. Treffer dürfte man also allemal erwarten. So auch im Wittinger Kreispokal im August, als der SV Barwedel die Fortunen 3:2 besiegt hatte. In der Vorsaison blieb der SVB gegen Bergfeld auch ungeschlagen, siegte auswärts 4:3. Daheim gab es ein 1:1. Den letzten Fortuna-Sieg gegen Barwedel gab es übrigens zuletzt im Dezember 2013 (4:0).

TSV Brechtorf – SV Tülau/Voitze (14.30 Uhr)

Bitter war es aus Brechtorfer Sicht, das 1:4 jüngst beim FSV Vorhop-Schönewörde im Top-Spiel. Die Chance, an die Spitze aufzuschließen, war da. „Da war Vorhop-Schönewörde einfach besser. Wir haben uns mehr ausgerechnet“, betont TSV-Coach Andre Bischoff. Das Knallerspiel abgehakt, steht gleich das nächste schwere Duell vor der Tür. Immerhin gehört Tülau/Voitze, ginge es nach Bischoff, unter die Top fünf des Klassements. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, glaubt der Übungsleiter. Er rechne mit einer Truppe, die viel über die langen Bälle geht. „Wir“, so Bischoff, „werden versuchen, es spielerisch zu lösen.“ Fehlen wird ihm Abwehrchef Marc Heuchling.

SV Eischott – Hoitlinger SV (14.30 Uhr)

Unterschiedliche Situationen: Während Hoitlingen (2. v. l. Christian Schrader) gegen Eischott unter Zugzwang steht, kann Wahrenholz II (Gelb-Schwarz) gegen Ohretal wohl erstmal ohne Druck aufspielen. Guter Start sei Dank.

Abstiegsknaller zwischen zwei Aufsteigern! Beide Mannschaften haben noch keinen Punkt geholt. „Wir haben es nicht geschafft, den Umschwung zur neuen Liga zu kriegen“, bedauert SVE-Coach Lukas Heider. Für ihn eine Sache der Disziplin. „Letztes Jahr hat alles gepasst, jetzt muss die Einstellung stimmen, alles muss reingehängt werden.“ Eine kleine Drucksituation sei zwar zu spüren, aber nicht „dass die Jungs mit Angst auf den Platz gehen“. Heider erwartet ein umkämpftes Aufsteiger-Aufeinandertreffen („Ein Unentschieden wird keinem helfen!“). Genauso wie Hoitlingen, hat aber auch der SV Eischott Personalprobleme – trotz 25-Mann-Kaders. Nach gestrigem Stand hatte Heider zwölf Leute beisammen. Es könnten aber noch welche hinzukommen. Heider: „Das ist auch ein Problem, dass wir das alles immer erst spontan wissen.“

SV Tappenbeck – Hankensbüttel (14.30 Uhr)

Tabellarisch gesehen ist es das Top-Spiel des Wochenendes, wenn der SV Tappenbeck auf den SV Hankensbüttel trifft. Vierter gegen Fünfter. Besonders die Heimelf hat die Chance, bei einem Sieg noch näher an die Spitze heranzukommen, denn der SVT hat bislang ein Spiel weniger auf dem Buckel. Nach zwei Liga-Pleiten zum Start kam der HSV zuletzt besser in Tritt, holte aus den vergangenen drei Duellen die maximale Punkteausbeute. Ein interessantes und richtungsweisendes Spiel steht den Zuschauern bevor.

VON ROUVEN PETER

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