Fußball – 1. Kreisklasse: 28-Jähriger zurück nach Kreuzbandriss

Kostka, der Kämpfer

+
Vom Libero zum offensiven Mittelfeldspieler umgeschult: Markus Kostka fühlt sich auf seiner neuen ungewohnten Position immer wohler. 

Ehra-Lessien. Sich einen Kreuzbandriss zuzuziehen, ist wohl die schlimmste Hiobsbotschaft, die einen Fußballer ereilen kann. Mit der Verletzung im Knie gehen mindestens sechs Monate Pause einher und ein operativer Eingriff ist meistens unausweichlich.

Markus Kostka vom TuS Ehra-Lessien musste diese Erfahrung gleich zwei Mal hinnehmen. Bei ihm ist es glimpflich ausgegangen, denn der 28-Jährige hat sich zurückgekämpft und spielt mit seinem Verein in der 1. Fußball-Kreisklasse nun eine herausragende Rückrunde.

Seit der E-Jugend spielt Kostka für seine große Liebe TuS Ehra-Lessien. Der gelernte Automobilkaufmann hat seinem Heimatverein stets die Treue gehalten, die vielen Höhen und Tiefen des Vereins mitgemacht. Mit einer winzigen Ausnahme: Weil der TuS damals keine A-Junioren stellen konnte, wechselte Kostka für zwei Jahre nach Brome, um dann aber wieder zurückzukehren. Auch der erste Kreuzbandriss im zarten Alter von 17 Jahren sollte den gelernten Libero nicht unterkriegen.

Seine Hartnäckigkeit sollte sich bezahlt machen: In der Hinrunde kämpfte der TuS Ehra-Lessien noch um den Klassenverbleib, befand sich mittendrin im Abstiegskampf. Mittlerweile sind diese Sorgen längst verpufft, denn die Schwarz-Weißen stellen das drittbeste Rückrundenteam hinter den beiden Spitzenklubs SV Osloß und SV Blau-Weiß Rühen. Laut dem 28-Jährigen hat Jürgen Schenk, der im Februar als neuer Trainer das Ruder übernahm, einen großen Anteil daran: „Er redet sehr viel mit uns, ist für jeden Spieler immer da. Das macht sehr viel aus. Außerdem ist er stets auf Verbesserung aus, das bestärkt uns immer mehr.“ Als weiteren Grund für den Positivlauf nennt Kostka: „Die Stimmung ist überragend. Wir stellen immer eine volle Auswechselbank, weil alle gesund sind.“

So wie Kostka. Denn der Hobbyangler hat sich jetzt erst von seinem zweiten Kreuzbandriss, den er sich im September 2016 zuzog, erholt. „Das Wichtige ist, dass das Knie jetzt stabil ist. Ich habe zwar noch Trainingsrückstand, aber es geht bergauf. Jetzt will ich für die Zukunft einfach nur gesund bleiben und weiter Spielpraxis sammeln“, sagt der Libero, der jetzt aber unter Schenk als offensiver Mittelfeldspieler aufläuft. Fünf Spiele hat er auf seiner neuen ungewohnten Position nach der Verletzung bereits absolviert, dabei sogar ein Tor markiert. Weitere sollen folgen, am besten direkt am Sonnabend (16 Uhr) gegen den Primus SV Osloß: „Wenn wir defensiv hart arbeiten, haben wir auf alle Fälle eine Chance.“

Von Jannis Klimburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare