Handball – Oberliga Damen: VfL Wittingen will und muss heute gegen Keller-Konkurrent List siegen

Kopf und Tempo hoch: Nur so geht’s

Mit Zug zum Tor – am liebsten in Tempogegenstößen oder zweiter Welle: So möchte Trainer Axel Bühlow die Wittinger Damen (l. Svenja Eschert) heute im Kellerduell gegen List sehen. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Rasante Resignation, schleppender Spielaufbau: Diese kontrastreich klingende Mischung hat laut Trainer Axel Bühlow zum verkorksten Saisonstart des VfL Wittingen geführt.

In der nun anstehenden Heimspiel-Dreierserie gegen direkte Keller-Konkurrenten könne der Damen-Handball-Oberligist die missliche Lage aber ratzfatz „rosiger“ gestalten.

Der Tabellenvorletzte Wittingen will und muss heute (17.15 Uhr) gegen den nur zwei Plätze und zwei Punkte höher angesiedelten SC Germania List Fahrt aufnehmen. In der Tabelle, zunächst aber auf dem Spielfeld. Die zwei Kardinalprobleme des VfL wurden beim herben 20:33-Rückschlag in Hannover nur allzu offensichtlich.

• Problemfeld 1: Auch wenn Bühlow Gefahr läuft, sich den Mund fusselig zu reden – er wiederholt gebetsmühlenartig: „Wir brauchen zu lange, um zum Torerfolg zu kommen, müssen die einfachen Treffer über Tempogegenstöße werfen. Nicht mal die zweite Welle klappt.“ Dabei fangen die Torfrauen derzeit viele Bälle ab. Angesichts dieser gemütlichen statt gefährlichen Attacken haben die Gegner alle Zeit, sich zu sortieren. „Wir brauchen zu lange zum Umschalten. Das muss zügiger gehen“, hofft der Trainer auf einen Geschwindigkeitsrausch.

• Problemfeld 2: Während der Vorwärtsgang lahmt, gehen die Köpfe häufig umso schneller runter. „Wenn die ersten Würfe nicht sitzen, verzweifeln die Spielerinnen an sich selbst. Dann ist es, als hätte jemand die Reset-Taste gedrückt – jeder ist dann mehr mit sich selbst beschäftigt“, bemängelt Bühlow. Meist flackere das Aufbäumen dann nur noch kurz auf.

Für das wichtige Duell heute mit List – der VfL ist vollzählig – fordert er deshalb, „von der ersten bis zur letzten Sekunde konzentriert und topmotiviert zu sein.“ Sein Motto: Tabelle ausblenden, einen Gang hochschalten und gewinnen.

Von Ingo Barrenscheen

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