Handball – Verbandsliga: Wittingen gastiert in Liebenau

Konsequenter in allen Bereichen werden

Auf sie mit Gebrüll: Diese Konsequenz im Angriff wie bei Torben Banse (M.) wünscht sich Wittingens Trainer Axel Bühlow von allen seinen Spielern. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Die Diagnose war schnell gestellt. Alles eine Kopfsache, befand Axel Bühlow nach den beiden deutlichen Auswärtspleiten der Wittinger Verbandsliga-Herren in Bergen (24:33) und Hildesheim II (31:38). Das Gegenmittel, damit die Brauereistädter am Sonnabend (19.

19 Uhr) beim SV Aue Liebenau nicht schon wieder fremdeln, hat der VfL-Coach auch schon parat: Volle Konzentration auf das Wesentliche.

Und das sind im Sport meist die Tore. Dem Wittinger Übungsleiter war übel aufgestoßen, dass sich sein Team in Hildesheim hatte verleiten lassen, nicht mehr konsequent den Abschluss zu suchen. „Wir müssen nicht zaubern. Vor allem auswärts nicht“, ärgerte sich der Coach über die Leichtfertigkeit seiner Mannen.

Die Botschaft ist klar: Der Ball muss ins Tor. Egal, wie. „Wenn wir unsere Chancen nicht reinmachen und das Spiel knapp steht, dann machen wir den Gegner nur stark. Wir müssen wieder richtig durchziehen“, sagt Bühlow.

Die Kontrahenten wären in dieser Saisonphase ohnehin zu „150 Prozent motiviert.“ Zum einen, weil es gegen den Tabellenführer geht. Zum anderen, weil die Tabelle extrem dicht gedrängt ist. „Jeder Spieltag ist spannend. Ausrutscher können sich die Mannschaften oben und unten nicht erlauben“, sagt Bühlow.

Beispiel Liebenau: Als Elfter der Rangliste steht der SV Aue derzeit noch über dem Strich. Weil der TuS Bergen aber zwei Spiele weniger ausgetragen hat, könnte Liebenau noch unter den Strich abrutschen.

Also müssen Punkte her. Garant dafür war bisher Malte Grabisch. Der Rückraumspieler traf in den bisherigen Saisonspielen meist im zweistelligen Bereich. „Wenn wir ihn in Schach und unter zwölf Toren halten können, dann sollten wir auch die Punkte holen“, ist Bühlow ganz zuversichtlich.

Ein All-Heil-Mittel gegen Aues Alleinunterhalter gibt es nicht. Außer harter, konsequenter Verteidigung. „Wir müssen Malte Grabisch kurz oder im Verbund nehmen und ihn zu unnötigen Würfen zwingen“, erläutert der Wittinger Coach, dem wieder Kai Lemke und Torben Hildebrandt zur Verfügung stehen, seinen Plan.

Gedanken an das Hinspiel, als Liebenau in Wittingen (40:25) arg über die Stränge einschlug, kommen bei Bühlow nicht mehr auf. „Ich bin nicht nachtragend. Wir haben gewonnen, die zwei Punkte verbucht, der Rest ist schon vergessen.“ Alles nur eine Kopfsache.

Von Matthias Jansen

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