Eishockey – DEL: EHC Wolfsburg startet am Freitag zuhause in die neue Saison – und will wieder die Play-Offs erreichen

Konkurrenzdruck steigt, Ziel bleibt stabil

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Sie wollen wieder kräftig und häufig jubeln: Wolfsburgs Eishockey-Cracks Robbie Bina (v. l.), Tyler Haskins und Sebastian Furchner.

Wolfsburg. Noch zwei Tage, dann ist in Wolfsburg der Bär los! Mit wachsender Anspannung und Vorfreude blicken die Grizzly Adams ihrer neunten DEL-Saison entgegen, die mit dem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG (Freitag, 19.30 Uhr) beginnt.

Der erste Meilenstein auf dem angepeilten Weg in die Play-Offs.

Es könnte die spannendste, weil umkämpfteste Serie aller Zeiten werden, prognostizieren die EHC-Verantwortlichen. Viele Clubs hätten in den vergangenen Jahren kräftig ihre Budgets nach oben geschraubt. Nun rüsten auch bisherige Underdogs wie Auftakt-Rivale DEG dank neuer Geldgeber auf. „Wir werden nicht nur Druck von oben, sondern auch von unten haben. Es gibt eine höhere Leistungsdichte“, unterstrich der EHC-Aufsichtsratsvorsitzende Detlef Wittig mehrfach. Das sieht auch Cheftrainer Pavel Gross so: „Die Liga wird richtig ausgeglichen sein.“ Das hätten die sechs Testspiele gegen DEL-Konkurrenten betont.

Kontinuität ist ein Schlagwort beim EHC Wolfsburg. Daher hielten die Grizzly Adams die Zahl der Neuzugänge in Grenzen.

Eine abschreckende Wirkung hat das nicht auf den etablierten Eishockey-Standort Wolfsburg, der in der abgelaufenen Serie mit 2630 Zuschauern zwar den kleinsten Schnitt aller Clubs erzielte, damit aber voll und ganz zufrieden war. Die Konkurrenz zählt die Grizzlys zu den Top Sechs. Diesen Vorschusslorbeeren will das Skoda-Team gerecht werden. Trotz des erwarteten Hauen und Stechens positioniert sich der Vorjahres-Halbfinalist mit ganz klaren Ambitionen. „Wir wollen wieder in die Play-Offs und hoffen, wieder bis ins Halbfinale durchzukommen“, erklärte Wittig.

Ein Schlüssel zum Erfolg soll die seit Jahren vorgelebte Kontinuität und Kompetenz in der (sportlichen) Führung darstellen. Gross und sein Assistent Mike Pellegrims schafften es bisher immer wieder, den EHC in die Play-Offs zu führen. Auch der Kader wurde nur auf acht Positionen verändert. „Wir haben uns nur punktuell verstärkt. Die Jungs haben es verdient, in Wolfsburg bleiben zu dürfen“, zeigte sich Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf (wurde parallel zum Generalmanager für das deutsche Nationalteam berufen) mit der Vorsaison absolut einverstanden.

Der EHC würde mit Sebastian Vogl und Felix Brückmann über eines der besten Torhüter-Gespanne der Liga verfügen. In der Abwehr mussten die Trainer leicht umbauen. Junge, talentierte Spieler wie Peter Lindlbauer oder Max Meirandres sollen den Abgang von Nationalspieler Benedikt Kohl ausbalancieren. „Die Jungs sind auf dem richtigen Weg“, befand Pellegrims.

Angesichts der steigenden Herausforderungen verlangt Gross von seinem Team noch mehr Konstanz während der Spiele und der Saison. „Wir müssen immer 60 oder 65 Minuten wach sein und dürfen uns keine Auszeiten nehmen.“

Zumal Regeländerungen wie die verkleinerte neutrale Zone und das Hybrid Icing allen Beteiligten noch mehr Aufmerksamkeit abverlangen. Die sportliche Leitung will genau beobachten, wie die Konkurrenz damit umgeht.

Der Final Countdown ist also eingeläutet. Gross und Co. sind Feuer und Flamme. Die Meriten vergangener Tage seien „Schnee von gestern“. Zeit für neue Heldentaten.

Von Ingo Barrenscheen

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