Fußball: VfL gewinnt nach Platzregen Einhorn-Cup-Premiere gegen Bodenteich

Knesebeck trotzt allen Widrigkeiten

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Gelungenes Pott-Casting: Der VfL Knesebeck mit Francesco Natale (Bild oben) bejubelt den Sieg beim Einhorn-Cup nach einem 3:2 im Finale gegen Bodenteich.

Knesebeck – Petrus hat ein Herz für Einhörner. Gnädigerweise hatte der Wettergott mit seinem Platzregen über dem Ernst-Hiestermann-Platz abgewartet, bis alle Spieler zur Halbzeitpause in der Kabine verschwunden waren.

Und dennoch: Das Endspiel bei der Erstauflage des Einhorn-Cups am gestrigen Freitagabend stand mit einem Mal auf der Kippe, weil der Schiedsrichter nach der Sintflut Bedenken hegte. Der Wiederanpfiff verzögerte sich. Als Gag stand Jan-Philipp Borchers vom favorisierten Uelzener Bezirksligisten TuS Bodenteich schon mit dem Schild „Spiel fällt aus“ in der Tür zum Sportheim. Doch es ging weiter. Nicht gut für Borchers und Co. , die dann doch noch eine kalte Dusche gegen den VfL Knesebeck abbekamen. Die Lokalmatadoren, als Final-Aushilfe für den VfL Wahrenholz eingesprungen, sicherten sich durch ein 3:2 (1:2) den eigenen Pott bei der Premiere.

Dabei hatten die Zuschauer, nach verhaltenem Beginn, gerade gegen Ende der ersten (noch trockenen) Hälfte einen sehenswerten, kurzweiligen Showdown erlebt. Ein Schuss von Malte Gercke – knapp vorbei – erwies sich als Vorbote für eine heiße Schlussviertelstunde. Praktisch jede Knesebecker Standardsituation beschwor Gefahr herauf. Wie beim 1:0 durch Felix Weitemeier per Freistoß (34.). Doch der Uhrzeiger hatte sich kaum ein weiteres Mal um seine Achse gedreht, da nutzte Kim Winter einen Lapsus von Michel Kühne zum Blitz-Ausgleich (36.). Doch der VfL-Abwehrspieler bügelte seinen Fehler mit dem Kopfballtreffer nach Eckball postwendend wieder aus (40.). Fast hätte André Haven per Schlenzer, den Marco Börstler noch um den Pfosten lenkte, sogar noch auf 3:1 für die Gastgeber gestellt.

Apropos: Drei Minuten nach Wiederbeginn packte Gercke den nächsten Schlenzer aus, wieder flog Börstler erfolgreich ins Eck. Durchaus überraschend daher der 2:2-Ausgleich durch Winter nach 55 Minuten. Ärgerlich obendrein in den Augen von VfL-Coach Detlef Weber: „Sie tauchen einmal gefährlich im Sechzehner auf und machen das 2:2...“ Zumal Tim Krebiel direkt wieder das Riesending zum dritten Knesebecker Streich auf dem Fuß hatte (61.). Doch das eindeutige Chancenplus sollte noch zum hochverdienten Triumph für die Einhörner führen: Nils Mohr war der umjubelte Siegtorschütze (82.).

Wenngleich sich Weber „gewaltig“ freute, „gegen einen Bezirksligisten zu bestehen“, so hatte ihm speziell der zweite Durchgang nicht wirklich gefallen. „Wir haben unsere Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt.“

Nicht alltäglich war übrigens auch das Vorspiel der Knesebecker Reserve verlaufen. Der frisch gegründete TV Jahn Wolfsburg II tauchte jungfräulich ohne Pässe und Trikots auf. „Sehr abenteuerlich“, meinte Dennis Klan aus dem Turnierstab. Das 4:4 beim Warmup trug sein Weiteres zur Unterhaltung bei.

VON INGO BARRENSCHEEN

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