Fußball – Testspiele: Brome und Ummern siegen / WSC II mit Schützenfest

Knesebeck startet irre Aufholjagd

Alles reingeworfen: Mit vollem Einsatz klärt hier Knesebecks Torhüter Maik Szillat (r.) im Match gegen Isenbüttel. Nach starker Aufholjagd errang der VfL ein 3:3.
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Alles reingeworfen: Mit vollem Einsatz klärt hier Knesebecks Torhüter Maik Szillat (r.) im Match gegen Isenbüttel. Nach starker Aufholjagd errang der VfL ein 3:3.

Isenhagener Land – Es war eigentlich alles dabei! Von einer spektakulären Aufholjagd über Torfestivals bis hin zu Zittererfolgen hatte das Fußball-Wochenende im Isenhagener Land wieder einiges zu bieten. Trotz der Hitze bestritten zahlreiche Teams Vorbereitungspartien.

VfL Knesebeck – MTV Isenbüttel 3:3 (0:3)

Nach nicht einmal 20 Minuten sah alles nach einer Knesebecker Demontage aus. Vom Landesligisten eingeschüchtert, lagen die Einhörner mit 0:3 hinten. „Isenbüttel hat zu Beginn echten Power-Fußball gespielt, da waren wir zu sehr beeindruckt und haben uns mehrere individuelle Fehler geleistet“, musste VfL-Neu-Trainer Helge Reinsch zugeben. Ehe sich die Blau-Weißen also versahen, befanden sie sich eigentlich schon auf der Verliererstraße. Denkste! „Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir endlich Körner gezeigt und das umgesetzt, was wir besprochen haben“, so Reinsch.

Der Gegner wurde nun immer wieder gut angelaufen und gedoppelt. Der Respekt war nicht mehr erkennbar – ebenso wenig ein Klassenunterschied. Neues Leben hauchte ausgerechnet A-Junior Matthias Reinecke seinen Einhörnern nach einer Stunde mit dem 1:3, stark von Malte Gercke bedient, ein. „Nach einer Stunde waren wir aus meiner SIcht sogar die bessere Mannschaft“, bilanzierte Knesebecks neuer Übungsleiter. Er sah, wie Felix Weitemeier und Tim Krebiel tatsächlich noch ausglichen. Reinsch: „Ich bin total zufrieden. Einfach nur Hut ab vor dieser Mannschaft, mit der es großen Spaß macht zu arbeiten.“

MTV Gamsen – FSV Vorhop-Schön. 1:1 (0:1)

Zwar befindet sich der Kreisliga-Aufsteiger aus Vorhop-Schönewörde erst am Beginn der Vorbereitung, präsentierte sich beim Bezirksligisten aber dennoch in erstaunlicher Frühform. „Wir haben richtig gut mitgehalten und wenig zugelassen“, freute sich FSV-Trainer Arne Hoffart. In der Schlussphase der ersten Hälfte gingen die Fusions-Kicker sogar in Front. Torjäger Nicolas Müller ließ sie jubeln. Durch einen individuellen Fehler fing sich der FSV zwar in Person von Werner Rezlauf inmitten der zweiten Hälfte noch den Ausgleich, präsentierte sich aber vor allem in der Defensive gefestigt und verteidigte das 1:1 über die Ziellinie. „Ein achtbares Ergebnis“, musste auch Hoffart zugeben.

Wesendorfer SC II – FC Brome II 7:1 (2:1)

Mit einem derartigen Schützenfest des Vertreters der 2. Kreisklasse um den überragenden Thomas Rauhöft (drei Treffer) gegen den eine Spielklasse höher angesiedelten Kontrahenten aus Brome war sicherlich nicht zu rechnen. „Allerdings war in der zweiten Halbzeit beim Gegner in konditioneller Hinsicht ein großes Loch erkennbar. Wir kamen mit dem Wetter deutlich besser klar“, analysierte Wesendorfs Trainer Julian Hoppe. Nach ausgeglichener erster Hälfte stand es „nur“ 2:1 für seine Farben, doch nach Wiederbeginn wurde es dann deutlich. „Das war echt gut anzusehen, doch genauso soll es natürlich auch weitergehen“, so Hoppe, der übrigens höchstpersönlich das Tor zum 7:1-Endstand markierte.

TSV Brechtorf – FC Brome I 0:3 (0:1)

„Das war für uns enttäuschend“, gab Bromes Trainer Mark-Oliver Schmidt zu. Beim zwei Klassen niedriger angesiedelten Kontrahenten tat sich der Bezirksligist in vielen Bereichen schwer: Spielerisch, aber auch in Sachen Chancenverwertung. Nach dem frühen 1:0 durch Lucas Spellig erarbeitete sich der Favorit mehrere hochkarätige Chancen. Unter anderem verschoss Ahmed Chabaan einen Elfmeter. „Da müssen wir das Ergebnis hochjagen. Gelingt uns das, gewinnen wir am Ende zweistellig“, so Schmidt. Doch auch ihrem Keeper Jonas Biniek hatten es die Brechtorfer zu verdanken, dass es lange „nur“ 0:1 stand. In der Schlussphase machte der FCB dann aber Nägel mit Köpfen. Hendrik Hildebrandt per Strafstoß und Ahmed Chabaan mit einem Distanzkracher schraubten das Resultat noch auf 3:0. Doch auch das stellte Bromes Coach noch immer nicht zufrieden: „Das Positivste war noch das Comeback von Marten Böse. Er war als Innenverteidiger der beste Mann auf dem Platz.“

TuS Bodenteich II – VfL Wittingen/Sud. 2:3 (2:1)

Der Kreisligist tat sich schwer, doch unzufrieden war VfL-Coach Naim Fetahu nicht: „Für die Jungs war es nach der langen Zeit schwer, wieder reinzufinden.“ Nach der frühen Wittinger Führung durch Sven Arndt wendete die Bezirksliga-Reserve den Spieß, doch nach Wiederbeginn schossen die Brauereistädter durch Tore von Lennard Emmermann und Nick Schnöckel noch den Erfolg heraus. „Zu Beginn waren wir noch etwas unruhig, doch nach der Pause wurde es besser“, so Fetahu, dessen Elf aber noch mehrere klare Chancen ausließ.

VfL Germania Ummern – MTV Langlingen 2:1 (1:0)

Trotz der Hitze lösten es die Germanen spielerisch lange gut. „Bis zur 65. Minute war ich absolut zufrieden. Danach haben wir viel gewechselt, dazu waren wir konditionell auch platt“, resümierte Ummerns Trainer Jörg Drangmeister. Seine Mannschaft führte durch Nils Wagener und Tristan Kuhls bereits mit 2:0, ehe es die Gäste nach etwas mehr als einer Stunde noch einmal spannend machten. Doch letztendlich behielt der Bezirksligist doch die Nerven. „Wir hätten zwischenzeitlich aber auch schon höher führen können“, so Drangmeister.

FC Germania Parsau – SSV Vorsfelde 1:2 (1:1)

Dem Landesligisten einen verbissenen Kampf lieferten die Germanen. „Vorsfelde war zwar dominant, doch meine Mannschaft hat richtig gut dagegengehalten“, war FC-Trainer Sören Henke voll des Lobes. Nachdem Kevin Heiser mit einem Strafstoß zunächst scheiterte, setzte er den Nachschuss zur Parsauer Führung in die Maschen. Quasi mit dem Halbzeitpfiff glich der SSV aus und wendete das Blatt dann inmitten des zweiten Abschnitts. „Da war bei uns dann doch die Luft etwas raus“, so Henke. Dennoch hätte Leon Werthmann fast noch das 2:2 erzielt. Das Duell musste übrigens unterbrochen werden, weil sich ein Gäste-Spieler wohl an der Patellasehne verletzte und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste.

SSV Südwinsen – SV Groß Oesingen 3:1 (0:0)

„Es war ein Test auf gutem Niveau“, berichtete SVGO-Coach Torben König, fügte aber an: „Wir waren bis zur Trinkpause drückend überlegen und hätten mit 5:0 führen können.“ Ben-Lukas Wiegmann brachte die Gäste in Front. Südwinsen drehte in der Schlussphase aber noch einmal auf und am Ende auch noch die Partie. VON FLORIAN SCHULZ

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