Fußball – Kreisliga: Verdienter 3:1-Sieg beim VfL Ummern dank mehr Effektivität nach dem Seitenwechsel

Knesebeck avanciert zur Auswärts-Macht

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Das ging gerade noch gut: Francesco Natale (2. v. r.) kann in dieser Szene einen Stellungsfehler von Ummerns Schlussmann Dennis Berg (r.) nicht nutzen. In Halbzeit zwei allerdings agierten die Knesebecker effektiver und gewannen 3:1.

Ummern. Vielleicht sollte der VfL Knesebeck ab sofort nur noch auf fremden Plätzen antreten. Denn die Einhörner mausern sich in der Fußball-Kreisliga zunehmend zum Auswärts-Giganten.

Auch beim 3:1-Erfolg am gestrigen Sonntag im Topspiel beim VfL Germania Ummern lieferte die Mannschaft von Detlef Weber wieder eine bockstarke Vorstellung ab.

Das erkannte auch Ummerns Trainer Thorsten Hahn neidlos an. „In der ersten Halbzeit haben wir noch mitgehalten, in der zweiten Hälfte war Knesebeck dann wirklich besser.“ Wobei die Gäste bereits in der Anfangsphase einige gefährliche Situationen heraufbeschworen hatten, aber wieder einmal zu großzügig damit umgingen. „Danach haben wir uns neutralisiert“, meinte VfL-Coach Weber. Dennoch kam sein Team vor der Pause noch zu zwei weiteren Chancen – allerdings „Zufalls-Produkte“, räumte Weber ein. Germanen-Goalie Dennis Berg unterlief in einer Szene einen Ball, hatte aber Riesen-Dusel, dass Francesco Natale die Kugel hauchzart neben den Pfosten setzte.

„Wir waren nach der Pause aber sofort hellwach“, freute sich Weber. Mit einem Doppelschlag durch Sven Marquardt (51.) und Natale (53.) stellten die Knesebecker gegen den ersatzgeschwächten Gegner die Weichen. Ummern hatte nur elf Akteure aus dem Kader der Ersten zur Verfügung, wobei Tobias Krüger schon früh angeschlagen ausgewechselt werden musste. „Es hat heute einfach nicht gereicht“, meinte Hahn mit Blick auf sein Personal. Wobei ihn die Niederlage ohnehin nicht überraschte. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, Knesebeck ist für mich der Topfavorit – das hat sich heute ein bisschen bestätigt.“

Der Auswärts-VfL hatte alles unter Kontrolle. Und doch wurde es noch einmal spannend. Weil Ummern einen Handelfmeter zugesprochen bekam, den Vitali Sterz verwandelte. In Webers Augen „geschenkt. Den muss man nicht geben. Das hat noch einmal ein bisschen Hitze reingebracht.“ Doch Yannick Zadi löschte die letzten Hoffnungen der Germanen auf ein Comeback.

Weber bilanzierte hochzufrieden: „Wenn wir auswärts so eine Leistung abrufen und dann mit dieser Überlegenheit, freut mich das besonders.“

Von Ingo Barrenscheen

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