Fußball – Stadtpokal 2014: Schöbel-Team nach Abschluss-Coup gegen Wittingen im Halbfinale

Knauser-Ohretal: Ende gut, alles gut

Mit Mann und Maus hinten drin: Teschendorf/S. ließ den FC Ohretal (M. Edmund Laeseke) beim 0:0 abblitzen.

ib Suderwittingen. Geiz ist nicht immer geil. Jedenfalls nicht, wenn die Knauserei beim Fußball um sich greift. So wie am gestrigen Sonntag zum Auftakt des Fußball-Stadtpokals 2014. Von Gastgeber und Topfavorit VfL Wittingen/S.

über weite Strecken einmal abgesehen, brach in der Vorrunde in Suderwittingen die große Ladehemmung aus. Mit einem späten Geistesblitz mogelte sich der FC Ohretal hinter den Brauereistädtern doch noch ins Halbfinale.

Dabei hatte sich FCO-Coach Joachim Schöbel am kommenden Mittwoch schon woanders gewähnt. Auf dem eigenen Sportplatz... „Wir hatten das in der Kabine vor dem letzten Spiel gegen Wittingen schon abgehakt und uns aufs Training eingestellt“, gab Schöbel zu. Doch weit gefehlt!

Das Turnier hatte für die Ohretaler ganz anders als geplant begonnen. Der Sturm im ersten Spiel des Tages gegen den SV Teschendorf/Schneflingen prallte wie ein Flummi an einer Mauer ab. Teils zu ungenau, teils zu kompliziert bestritten die Mannen von Joachim Schöbel die halbe Stunde. Fast wäre es sogar ein richtiger Schuss in den Ofen geworden, doch Carsten Seipolt scheiterte beim einzigen nennenswerten Teschendorfer Konter an FCO-Keeper Henning Gottschalk. Kurz vor Ultimo hatte Rückkehrer Edmund Laeseke die Erlösung auf dem Fuß, verhaspelte sich aber aus kurzer Distanz.

Mehr als eine Nullnummer brachte Ohretal auch gegen den SV Hagen-Mahnburg nicht zustande. „In beiden Spielen waren wir schwach und nicht in der Lage, zehn Mann auszuhebeln“, bemängelte Schöbel.

Da Vorjahres-Schreckgespenst HaMa im Anschluss ebenfalls nicht über ein sprödes 0:0 gegen Teschendorf hinauskam, musste womöglich das Torverhältnis über den zweiten Platz entscheiden. Ohretal durfte sich maximal eine Niederlage mit einem Tor Differenz erlauben. Doch es kam ganz anders. „Nach der langen Pause ist unsere Mannschaft überhaupt nicht mehr in Tritt gekommen“, befand Wittingens Spartenleiter Peter Herrewig. Der FCO hingegen wirkte wie ausgewechselt in der Außenseiter-Rolle, spielte wie aus einem Guss. „Zum Zungeschnalzen“, heiterte sich Schöbels Laune abrupt auf. Eine der vielen Einladungen des Bezirksligisten nahm Philipp Wesemann schließlich an und netzte zum goldenen 1:0 für Ohretal ein. Der Coup und damit der Einzug in die Runde der besten Vier perfekt. „Ende gut, alles gut“, befand auch Schöbel.

Im Halbfinale misst sich Ohretal am kommenden Mittwoch ab 19.15 Uhr mit dem VfL Vorhop. Vorab ab 18 Uhr kommt es zum altehrwürdigen Derby zwischen Wittingen und dem VfL Knesebeck. Herrewig freut sich: „Das wird sicherlich interessant.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare