Tennis – 1./2. Bundesliga Damen: Niederlagen für Gefeller

Knappe Kiste: Klasens in Bel-Etage Dritter

Fingerzeig: Die Tennis-Damen des TC 1899 Blau-Weiß Berlin mit den Hankensbüttelerinnen Charlotte (hinten l.) und Anna Klasen (hockend M.) sind ein eingeschworener Haufen. Foto: privat

Hankensbüttel/Berlin. Das Endtableau liest sich erfreulich. Der TC 1899 Blau-Weiß Berlin als Best of the Rest in der Tennis-Bundesliga der Damen auf Platz drei hinter den Titel-Rivalen TC Fidona Bocholt und M2 Beauté Ratingen.

Allerdings: Die Hankensbüttelerinnen Anna und Charlotte Klasen erlebten mit dem Hauptstadt-Club eine total enge Kiste.

Vor dem abschließenden Doppelspieltag über Pfingsten wäre im schlimmsten Fall sogar noch der Abstieg aus dem deutschen Oberhaus möglich gewesen. So unheimlich eng ging es in der Bel Etage zu.

Nur gut, dass Berlin das vorletzte Duell mit dem alten und neuen deutschen Meister aus Bocholt ebenfalls äußerst knapp gestaltete. Ein 1:8 statt des letztendlichen 4:5 (Blau-Weiß gewann alle Doppel und betrieb so noch wichtige Ergebniskosmetik), und das Team des hiesigen Schwestern-Duos hätte beim Finale am Sonntag gegen den TEC Waldau Stuttgart nicht nur eine Hitze-, sondern auch eine Nervenschlacht erlebt.

So lag der Druck beim Hamburger SV der Damen-Bundesliga – und Stuttgart zerbrach daran. Durch die 4:5-Niederlage gegen Berlin stieg der Dino erstmals seit 20 Jahren ab. Obwohl mit Annika Beck entgegen der Ankündigungen plötzlich doch noch die aktuelle Nr. 51 der Weltrangliste aufschlug. Der Taktik-Trick ging nicht auf. Zwar hatte Anna Klasen selbst Pech, verlor zunächst ihr Einzel mit 13:15 im Match-Tiebreak und vergab dabei drei Matchbälle. Und auch an der Seite von Teamkollegin Kristina Kucova musste sie im Doppel den Punkt an Beck und Co. abtreten. Dennoch hatte das eingeschworene Team der Hankensbüttelerin am Ende die Nase vorn. Berlin Dritter, Stuttgart abgestiegen.

Charlotte Klasen war als Ersatzspielerin mit ins Schwabenland gereist, verzichtete eigens auf ihre Abi-Party. Für die kommende Bundesliga-Saison ist aber auch die jüngere Schwester fest für den Erstliga-Kader eingeplant, zu dem mit Kveta Peschke auch eine ausgewiesene Doppelspezialistin (früher die Nr. 1 der Welt!) gehört. Die Tschechin geht in gut zwei Wochen in Wimbledon an den Start.

Seit gestern sind die Hankensbüttelerinnnen bei einem mit 25000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Essen am Start. Anna gewann ihren Einzel-Auftakt 6:1, 6:2 gegen Michele Erkens. Charlotte spielt nur im Doppel an der Seite ihrer Schwester.

Übrigens: Eine Etage tiefer in der 2. Damen-Bundesliga erlitt die Wesendorferin Kim-Janine Gefeller am Wochenende zwei Niederlagen. Jeweils 3:6 gegen DTV Hannover (Gefeller verlor 3:6, 0:6) und Der Club an der Alster (Gefeller 2:6, 1:6). Absteigen wird der BTHC aber wohl nicht mehr.

Von Ingo Barrenscheen

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