Rudern – Für Glüsinger Olympia-Hoffnung wird es jetzt richtig ernst / Hartes Trainingslager in Sabaudia

Kluge hat keine Zeit zum Durchatmen

Hartes Training und kaum Zeit zum Verschnaufen: Für die Glüsinger Olympia-Hoffnung im Rudern, Peter Kluge (r.), geht es nicht nur im Traininglager im italienischen Sabaudia darum, sich in die richtige Form für Rio 2016 zu bringen. Foto: privat

Sabaudia. Alles ist auf Olympia ausgerichtet. Für den Glüsinger Ruderer Peter Kluge und das Team Deutschland-Achter hat die heiße Phase der Vorbereitung auf den Jahres-Höhepunkt endgültig begonnen.

Zur Zeit weilen Kluge und seine Kollegen im ersten Trainingslager des neuen Jahres im italienischen Sabaudia. Danach geht die Vorbereitung nahtlos weiter, jeder Schritt ist akribisch geplant. Denn die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) rücken immer näher. Der Trainings- und Wettkampfplan bis Olympia ist prall gefüllt: Bis dahin erwarten die Athleten noch drei weitere Trainingslager, die Deutschen Kleinbootmeisterschaften, die Europameisterschaften und zwei Weltcups. „Jetzt geht es eigentlich ohne Pause durch. Wir sind in der verschärften Phase der Vorbereitung. Alle anderen Sachen müssen derzeit zurück gestellt werden“, erklärt Kluge.

In Sabaudia werden nochmal Grundlagen gelegt. Das heißt neben Rudern steht auch Training im Kraftraum und auf dem Fahrrad auf dem Programm. Das Wetter spielt da zur Zeit nicht ganz mit. „Wir haben hier sehr viel Wind, teilweise auch Regen und Gewitter. Da muss man immer gucken, wie wir das Training timen“, so der Glüsinger. Strikt an den eigentlich Fahrplan halten ist also zur Zeit nicht drin. Trotzdem merkt Kluge schon die Anstrengungen der vergangenen Tage: „Obwohl das Trainingslager gerade erst angefangen hat, merken wir schon, dass wir sehr gut belastet sind.“

Noch bis zum 23. Januar arbeitet das Team Deutschland-Achter in Italien weiter an den Grundlagen. Anschließend geht es mit dem Flieger wieder die 1.500 Kilometer zurück zum Leistungszentrum nach Dortmund, hier bleiben die Ruderer einen knappen Monat. Am 21. Februar ziehen sie weiter ins nächste Trainingslager nach Sevilla. Im Süden Spaniens werden bis zum 10. März die Fähigkeiten geschärft. Zurück in Dortmund steht vor allem das Training im Zweier ohne Steuermann im Fokus, denn vom 15. bis zum 17. April nehmen die Ruderer aus dem Team Deutschland-Achter bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln den ersten Wettkampf des Jahres wahr. Über die 2000-Meter-Distanz gilt es, sich auf dem Fühlinger See im Zweier in Position zu bringen für die Vergabe der Rollsitze im Deutschland-Achter, dem Vierer ohne Steuermann und dem Zweier ohne Steuermann.

Ob und für welches Boot Kluge sich qualifiziert, steht noch in den Sternen. Der Glüsinger ist aber weiterhin optimistisch: „Jeder muss auf sich gucken. Ich habe schon gezeigt, dass ich ein breites Spektrum beherrschen kann.“ Neben dem Zweier ohne Steuermann, in dem Kluge im vergangenen Jahr antrat, hat er auch schon im Achter und im Vierer gezeigt, welche Power in ihm steckt.

Von Andreas Arens

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