Fußball – Hallenkreismeisterschaft, Herren: SVL gewinnt zum zweiten Mal in Folge den Titel / Parsau und Gamsen stark

Die Kleinen sind gut – Leiferde ist besser

Ein Torwart auf Abwegen: Knesebecks Chris Neuschulz (M.) konnte das Aus nicht verhindern. Parsau wurde guter Vierter.

Gifhorn. In der Halle sind sie einfach nicht zu schlagen. Die SV Leiferde hat sich gestern im Sportzentrum Süd zum zweiten Mal in Folge zum Hallenkreismeister gekürt. Bester Nordkreis-Club war der VfL Wittingen auf Platz drei.

Überraschend gut schnitten die beiden Kreisklassen-Vertreter Gamsen und Parsau ab.

Bis zur Titelverteidigung war es für Leiferde aber ein langer und steiniger Weg. Durch die Vorrunde marschierte der alte und neue Titelträger noch recht souverän - dafür hatten es Halbfinale und Finale in sich. Das Spiel gegen Wittingen war das wohl spektakulärste und spannendste im Turnierverlauf. Fünf Sekunden vor Schluss rettete sich der VfL noch ins Neunmeterschießen. Im Nervenspiel vom Punkt hatte dann aber Leiferde die besseren Nerven.

So kam es im Finale zum Duell mit Geheimtipp Gamsen. Und in der Tat war es eine Begegnung auf Augenhöhe. In Unterzahl ging der Favorit in Führung und brachte das knappe 1:0 letzlich über die Zeit. „Wir hatten im Turnier die beste Offensive“, stellte SVL-Trainer Hartmut Müller fest – das war entscheidend. Viel gefeiert wurde anschließend aber nicht mehr. Müller: „Die meisten müssen ja morgen arbeiten...“

Wittingens Trainer Naim Fetahu konnte mit dem dritten Platz, den sich sein Team im kleinen Finale mit einem 5:4 gegen Parsau sicherte, gut leben. „Insgesamt bin ich zufrieden“, so Fetahu, der selbst noch die Schuhe schnürte.

Sein Gegenüber, Parsaus Trainer Andreas Triller, war sogar angenehm überrascht ob des feinen Auftritts seines Teams in der Halle. „Der vierte Platz ist mehr als wir im Vorfeld erwartet hatten“, sagte Triller. „Wir haben uns hier gut verkauft.“ Ein bisschen ärgerten sich die Germanen aber schon über die knappe Halbfinalniederlage gegen den MTV Gamsen (0:1). Zumal der goldene Treffer erst kurz vor Schluss fiel.

Überhaupt: Die zwei klassentieferen Mannschaften präsentierten sich gegen die namhafte Kreisliga-Konkurrenz bestens. „Da war kein Klassenunterschied erkennbar“, ging Trillers Daumen nach oben.

Weniger gut lief das Turnier für den VfL Knesebeck. Die Blau-Weißen erwischten einen gebrauchten Nachmittag und schieden ohne Punktgewinn sang- und klanglos aus. Besonders heftig dabei: Das 1:8 gegen Leiferde. Nicht schlimm, fand Trainer Marco Lenz: „Das Turnier hat überhaupt keinen Wert für uns.“ Auch für Brome und Wesendorf war bereits nach der Vorrunde Schluss. Dafür trumpften die beiden Kleinen groß aus. Aber Gifhorns Hallenkönig heißt erneut Leiferde.

Von Eike Hoppmann

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