Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz empfängt Wittingen zum Derby / Klare Niederlage kein Maßstab

Klatsche aus Köpfen kriegen

Kopf wieder frei: Wittingen musste vor dem Derby in Wahrenholz die klare Niederlage gegen Kästorf verdauen. Christoph Meyer (l.) ist wegen Rückenbeschwerden fraglich. Foto: Jansen

Wahrenholz. Er klingt ganz ruhig. Von Hektik ist bei Naim Fetahu nichts zu spüren. Obwohl die Fußballer des VfL Wittingen zum Saisonstart 1:6 gegen den SSV Kästorf untergingen.

„Wir spielen jetzt in der Bezirksliga und werden sicher noch häufiger ein Spiel verlieren“, bleibt der Trainer des Aufsteigers vor dem Derby beim VfL Wahrenholz (Sonntag, 15 Uhr) gelassen.

Der nächste Aufstiegsanwärter. Ein Hammerauftakt für den Neuling. Und für Fetahu „kein Grund zur Panik. Wir wollen Punkte sammeln. Egal, wo es ist. Aber aus den ersten drei Spielen sind es nur Bonuspunkte für uns“, sagt Fetahu, dessen Riege am Sonntag, 7. September, den Dritten SSV Vorsfelde II erwartet, ganz realistisch.

Das Wochenende hat Fetahu bereits verdaut. Nun geht es darum, zusammen mit Co-Trainer Bernd Borchers den Spielern bei der Verarbeitung der Pleite zu helfen. Schließlich, so Fetahu, habe es „so eine Klatsche“ in seiner Wittinger Amtszeit noch nicht gegeben. „Das müssen wir den Jungs verklickern.“

Auf dass es gegen Wahrenholz schon klick macht. „Es gibt ein paar Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten können und die wir abstellen müssen“, meint Fetahu, der mit der Leistung in der ersten Hälfte gegen Kästorf zufrieden war.

Weniger gut ist die personelle Situation. Eugen Michel (Knie) ist verletzt, Christoph Meyer (Rücken), Dennis Pavlov (Schulter) und Patrick Gernsheimer (Leiste) fraglich. „Das ist nicht schön. Aber wir wollen das Beste daraus machen“, meint Fetahu, der beim Nordkreis-Vorbild („Der VfL hat gut gearbeitet. Wir wollen auch irgendwann mal so weit sein und uns in der Bezirksliga etablieren“) gerne einen Punkt mitnehmen würde. „Das unterschreib ich sofort“, so Fetahu.

Sein Gegenüber Torben Gryglewski macht dies nicht. „Mit einem Punkt sind wir nie zufrieden. Wir spielen zu Hause, es ist ein Derby. Wir wollen gewinnen“, stellt der Wahrenholzer Trainer klar, der mit dem ersten Saisonauftritt in Isenbüttel (1:1) nicht unzufrieden war. „Ich hoffe, wir sind im vorderen Bereich effizienter als in Isenbüttel“, meint Gryglewski.

Ärgerlich, dass Jan-Patrick Schön wegen Knöchelbeschwerden ausfällt. Der Flügelspieler hatte Wittingen in Vorhop (5:1) gleich vier Treffer eingeschenkt. An eine Wiederholung dieses deutlichen Sieges glaubt Gryglewski ohnehin nicht. Auch die hohe Klatsche der Wittinger gegen Kästorf will er nicht als Maßstab heranziehen. „Wer glaubt, dass die Spiele wieder so laufen, der ist auf dem falschen Weg.“

Wittingen sei ein „angeschlagener Boxer“ und werde alles reinhauen, um den Fehlstart zu vermeiden, warnt Gryglewski. Sollte es bei seinen Spielern – ob der Warnung – nicht klick machen, könnte es so kommen. „Wenn Wahrenholz einen schlechten und wir einen guten Tag erwischen, dann ist vielleicht etwas möglich. Unverhofft kommt oft“, schmunzelt Wittingens Coach Fetahu vor dem Vergleich.

Von Matthias Jansen

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