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Fußball-Relegation: Parsau-Meisterstück nach 115 Minuten

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Von: Aron Sonderkamp

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Es ist geschafft: Nach dem letzten Elfmeter bricht bei den Parsauern der Jubelsturm los. Durch das 7:6 ist der Klassenerhalt für die 2. Fußball-Kreisklasse fix.
Es ist geschafft: Nach dem letzten Elfmeter bricht bei den Parsauern der Jubelsturm los. Durch das 7:6 ist der Klassenerhalt für die 2. Fußball-Kreisklasse fix. © Aron Sonderkamp.

Oerrel/Parsau – Was für ein Wahnsinn! Der FC Germania Parsau II sichert sich in einem spektakulären und spannenden Spiel gegen den VfR Wilsche/Neubokel II den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Kreisklasse. Nach 115 Minuten in Unterzahl gewinnen die Germanen mit 7:6 im Elfmeterschießen.

„Über das Spiel werden wir glaube ich in 30 Jahren noch in Parsau erzählen“, erklärte ein ausgelaugter und überglücklicher Tim Reinsdorf. Dabei musste der Trainer der Germanen gleich zu Beginn der Partie mit ansehen, wie Hossein Farshdari am Pfosten scheiterte (3.) und fast im Gegenzug Marcel Krause nach einem Handspiel im eigenen Strafraum die Rote Karte sah (5.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Chris Beuing sicher. „Nach dem 0:1 hab ich gesagt: Das schaffen wir auch in Unterzahl“, war sich Reinsdorf sicher. Es sollte jedoch erst anders kommen.

Trotz Unterzahl spielbestimmend

Obwohl die Germanen trotz Unterzahl die spielbestimmende Mannschaft blieben, nutzte Randy Güttler in der 21. Minute eiskalt seine Chance zum 2:0. Da wusste auch der Parsauer-Coach, dass es jetzt schnell gehen musste. Gar nicht so leicht getan, wie gesagt. Die FC-Reserve steckte jedoch auch nach dem Seitenwechsel nicht auf. Nach einem Freistoß war es Tim Borchardt (74.), der freistehend einschob. Nur vier Minuten später chippte der Spielertrainer den Ball von der rechten Seite weich auf den Kopf von Steffen Flaschel, der per Kopf zum 2:2 einnickte.

Der Jubel war natürlich groß, wurde in der Verlängerung aber gedämpft. Mats Volans sah die zweite Gelbe Karte (98.). Wenig später traf Güttkler (108.) zum 3:2 für Wilsche. Auch das sollte kein Hindernis für die Blau-Gelben sein. Reinsdorf zündete über rechts den Turbo, ließ seine Gegenspieler aussteigen und traf ins lange Eck zum 3:3. „Wie ich den reingemacht hab, weiß ich immer noch nicht.“

Parsau-Sieg im Elfmeterschießen

So ging es ins Elfmeterschießen: „Das verlieren wir eigentlich immer. Heute wussten wir aber im Kreis schon, dass wir das gewinnen“, wusste Reinsdorf. Dementsprechend groß war der Jubelsturm nach dem letzten verschossenen Wilscher-Elfmeter (Tobias Pinkepank schoss schon an die Latte).

Auch der 1. Vorsitzende Karl-Hermann Polle war überglücklich: „Was unsere Jungs mit neun oder neun-einhalb Mann gespielt haben, ist nicht zu beschreiben. Wir freuen uns alle, dass sie den Klassenerhalt geschafft haben. Das ist fast wie eine Meisterschaft.“

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