Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz heute ohne Keeper gegen Topteam SV Gifhorn

Keine rosigen Aussichten...

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Ohne ihn wird sich die Mannschaft erst recht strecken müssen: Simon-Miles Soika (r.) wird dem VfL Wahrenholz heute genau wie Jan Reitmeier und Keeper Mats-Ole Herz fehlen. 

Wahrenholz. Jens Sölter könnte auf die Tränendüse drücken – tut er aber nicht. Der Aushilfs-Interimscoach des VfL Wahrenholz kann am Personaldilemma ohnehin nichts ändern und nimmt es, wie es kommt.

Auch der Spielplan ist, wie er ist – und sieht für den abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten aktuell ausgerechnet auch noch eine Hammer-Woche vor. Beginnend mit einem heutigen Heimspiel gegen die SV Gifhorn (18. 30 Uhr).

Die Lage sei „ernst, aber nicht hoffnungslos“, flüchtet sich Sölter ein wenig in Sarkasmus. Aus der ohnehin schon geschwächten Mannschaft, die am Sonntag eine 0:3-Pleite beim FC Schunter kassierte, fallen auch noch Jan Reitmeier (Arbeit) und Simon-Miles Soika raus. Der größte Pferdefuß des Mittwochs-Spiels ist aber die Torwart-Position: Mats-Ole Herz bekommt kein frei, weder Ersatzkandidat Benjamin Pohl noch der Altherren-Keeper können einspringen. „Wir werden eine Lösung finden“, versichert Sölter. In jedem Fall würden Florian Wendt und Jan Sölter aus der Zweiten den Kader auffüllen. Da noch weitere Spiele unter der Woche bis Saisonende anstehen, würde das „Damoklesschwert“ im Tor auch weiterhin über Wahrenholz schweben.

Und nun geht’s auch noch zweimal innerhalb von anderthalb Wochen gegen die SVG (3.) und dazwischen gegen den souveränen Tabellenführer SV Reislingen-Neuhaus. Ein Herkulesaufgaben-Triple zur Unzeit für Wahrenholz. „Gifhorn hat sich gerade eingeschossen (5:0 gegen Isenbüttel/6:1 gegen Mörse, Anm. der Redaktion), das stimmt mich nicht unbedingt optimistisch“, sagt Sölter. Doch er hofft, dass sich seine Rumpftruppe „anständig reinhaut“ und den Favoriten im Zaum hält. „Wir wollen das Spiel möglichst lange offen halten, um dann über einen Lucky Punch was zu reißen“, nennt Sölter den Matchplan.

Was dem VfL in diesen düsteren Tagen Mut macht: Die letzten drei Heimspiele gegen die Blau-Roten – durchaus ein Lieblingsgegner bisher – wurden gewonnen. Eine Überraschung wäre ungemein wichtig. Der TSV Vordorf hat sich bereits herangepirscht, heute spielen parallel die zwei anderen Kellerkinder Holzland und Barnstorf gegeneinander. Das registriert auch Sölter mit leichtem Unbehagen: „Die machen uns schön Feuer unterm Hintern.“

Von Ingo Barrenscheen

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