Eishockey – DEL: Ab heute geht’s um direkte Play-Off-Quali

Keine Atempause für Grizzlys-Silberhelden

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Da ist das Ding! Wolfsburgs Silbermedaillen-Gewinner Gerrit Fauser zeigt bei der Ankunft in Frankfurt am Montagabend sein historisches Mitbringsel.

Wolfsburg. Mit rasanten Richtungswechseln kennen sie sich ja bestens aus. Gerrit Fauser und Björn Krupp müssen nun aber auch blitzschnell den geistigen Turnaround schaffen.

Vom Mega-Hype um das Olympia-Finale in Pyeongchang am Sonntag hin zum DEL-Alltag am heutigen Mittwoch (19. 30 Uhr). Dann heißt der Gegner für die zwei Silbermedaillen-Helden und ihre Teamkollegen von den Grizzlys Wolfsburg nicht mehr Russland, sondern Straubing Tigers. Nur zwei Tage nach der gefeierten Rückkehr geht es im Hauptrunden-Endspurt direkt um wichtige Punkte im Kampf um die Play-Offs.

Erst am Montagabend landete das Wolfsburger Duo, nach einem Zwischenstop in Frankfurt mit den anderen Athleten aus dem Team Deutschland, in Hannover. Und wurde dort, sichtlich überrascht, von gut 40 Grizzlys-Fans frenetisch empfangen. Eine Verschnaufpause konnte das Duo trotz Jetlags nicht einlegen, denn auf Einladung von Volkswagen hatten Fauser und Krupp gestern Vormittag dann direkt ihren großen Auftritt bei der Betriebsversammlung im VW-Werk. Begleitet von tosendem Applaus.

Nun wartet direkt wieder der DEL-Alltag auf die Grizzlys (l. Björn Krupp). Heute beginnt zuhause gegen die Straubing Tigers der heiße Endspurt um die Play-Offs.

Damit aber genug der Ovationen. Denn heute wird es gleich wieder ernst: Beim Kaltstart gegen das Schlusslicht Straubing nach fast vier Wochen Liga-Break werden die Nationalspieler nicht geschont. „Wir sind gut trainiert, wir brauchen keine Pause“, betonte Stürmer Fauser. Manager Karl-Heinz Fliegauf hofft, dass „unsere Jungs dann möglichst gut ausgeruht sind.“ Denn innerhalb von einer Woche „warten drei Spiele auf uns, in denen sich vieles entscheidet.“ Zuvorderst geht es um die direkte Play-Off-Qualifikation. Wolfsburg kann sich eine zusätzliche freie Woche erspielen. Bestenfalls auf dem aktuellen vierten Platz. Denn dann würde der deutsche Vizemeister im Viertelfinale (ab dem 14. März) obendrein den Heimbonus genießen. Fliegauf betont: „Aus den Top Sechs will ich nicht mehr rausfallen.“ Dafür müssen sich alle Grizzlys, auch das müde Olympia-Duo, noch einmal fokussieren und gleich wieder on fire sein. Nicht nur gegen Straubing. Sondern auch am Freitag im Heimspiel gegen Augsburg und am Sonntag zum Abschluss bei den Schwenninger Wild Wings.

Von Ingo Barrenscheen

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