Fußball – Kreisliga: VfL Ummern und SV Rühen können mit 1:1 gut leben

Kein Sieger im durchwachsenen Hit

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Intensiv ja – fußballerisch mitreißend nein: Das Topspiel in der Fußball-Kreisliga zwischen dem Spitzenreiter VfL Ummern und SV BW Rühen (r. Christopher Ramolla) endete leistungsgerecht 1:1.

Ummern – Vier Grad, teils Nieselregen: Kein sonderlich erquickendes Wetter. Und so ganz richtig herzerwärmend entpuppte sich auch das Gipfeltreffen der Fußball-Kreisliga für die Zuschauer am gestrigen Sonntag nicht.

Der Klassenbeste VfL Germania Ummern und sein Verfolger SV BW Rühen trennten sich schiedlich-friedlich mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden im eigentlich wegweisenden Topspiel. Ein Ergebnis, das beide Lager letztlich wohlwollend absegneten, weil es alle Optionen offenlässt.

„Wir haben schon bessere Tage gehabt“, meinte Ummerns Coach Jörg Drangmeister. Und auch sein Pendant René Boße bekräftigte: „Es war sicherlich nicht das Topspiel, das man sich erwünscht hätte.“ Intensiv ging es zwischen den zwei Aufstiegskandidaten dennoch zur Sache. Rühen hätte eine sehr körperbetonte Gangart an den Tag gelegt, stellte Drangmeister fest.

Seine ersatzgeschwächte Riege ließ sich davon offenbar im ersten Abschnitt leicht beeindrucken. Denn wenngleich keine Tore fielen, hätte man beim Boxen gesagt: Punktsieg für die Gäste. „Wir waren in der ersten Halbzeit meiner Meinung nach klar besser“, meinte Boße. In leicht abgeschwächter Form stimmte ihm da sein Ummeraner Kollege zu. Die Germanen trafen im Vorwärtsgang häufig die falschen Entscheidungen – sei es beim Passgeber oder beim -empfänger. Doch Rühen verwertete seine vielversprechenden Ansätze ebenfalls nicht.

Mit etwas mehr Zielstrebigkeit und Struktur, vor allem aber einem tödlichen Konter kamen die Platzherren dann zurück aufs Grün. Tristan Kuhls brachte den VfL in Front, nachdem er bereits vorab eine gute Gelegenheit besessen hatte. „Zehn Minuten lang hatten wir dann wirklich das Zepter in der Hand“, so Drangmeister. Doch sein Team ließ zwei Hundertprozentige aus. Und so durften die anderen Blau-Weißen noch einmal zum Aufbäumen ansetzen. Rühens Joker Stephan Ludwig erzielte das 1:1 (84.).

„Unterm Strich ein gerechtes Ergebnis“, befand Drangmeister. Wenngleich er speziell bei einer Szene gegen seinen Junior Jannes kurz darauf zwingend einen Elfmeter-Pfiff erwartet hätte. „Rühens Torwart faustet ihn um. Klarer geht’s eigentlich nicht. Da fühlen wir uns benachteiligt.“ Derweil erklärte Boße: „Wir können grundsätzlich mit dem 1:1 leben, weil wir weiter oben dabei sind.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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