Fußball – Kreisliga: Internes Trio übernimmt nach Hoffart-Rücktritt

Kein Rückzug: SSV will Serie

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Sie werden einen ganz schweren Stand in der zweiten Saisonhälfte haben: Kreisliga-Schlusslicht Sprakensehl (r.) will die Serie aber vernünftig zu Ende bringen.

ib Sprakensehl. Ja, der SV Sprakensehl wird auch die zweite Saisonhälfte in der Fußball-Kreisliga versuchen zu bestreiten! Das bekräftigte Spartenleiter Nils Cynis gestern nach dem Rücktritt von Trainer Arne Hoffart in der Vorwoche gegenüber dem IK.

Damit trat er den kursierenden Gerüchten um totale Auflösungserscheinungen fürs Erste entgegen.

„Wir werden erst einmal starten und sehen, ob es vom Personal ausreicht. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. Wir hauen nicht einfach in den Sack. Das wäre ein unrühmliches Ende.“ Cynis selbst wird, flankiert von Jens Hilmer und Reserve-Trainer Michael Genz, für die restliche Spielzeit die Steuerung von der Seitenlinie aus übernehmen. „Uns war klar, dass es nicht auf die Schnelle funktionieren wird, einen neuen Trainer von außen zu finden“, betonte er. Bleibt nur die interne Regelung.

Wohl gemerkt ist den SSV-Verantwortlichen bewusst, dass sie damit eine schwierige Mission vor sich haben. Der chronisch schwache Kader wurde durch die schwerwiegenden Abgänge von Torjäger Denny Iwan (Lüneburg) und Ex-Kapitän Sebastian Linne (zum TV Emmen) weiter ausgedünnt. Weitere Verluste wird es wohl nicht geben, immerhin endet heute das Wechselfenster auch im NFV-Kreis Gifhorn.

Cynis nimmt kein Blatt vor den Mund: „Es ist eine absolut beschissene Situation, aber jammern hilft nicht. Wir müssen irgendwie aus der Nummer rauskommen.“ Das Sprakensehler Credo lautet ergo: Die Spielzeit regulär zu Ende bringen und dann in der Sommerpause eine neue Bestandsaufnahme machen. „Mal sehen, was dann passiert“, meinte der Spartenleiter. Auf Sicht gesehen sei höherklassiger Fußball bei den Schwarz-Gelben ohne eigenen Nachwuchs schwer zu realisieren.

Große Töne sind aus sportlicher Warte vom Schlusslicht der Kreisliga (acht Punkte) logischerweise nicht zu vernehmen. „Ich kann nicht sagen, wir rollen das Feld von hinten auf“, gibt sich Cynis keinen Illusionen hin. Sechs Punkte beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer, die Situation ist nicht einfacher geworden für Sprakensehl. Nach ruhmreichen Jahren mit dem Aufstieg bis in die Bezirksliga droht der Boomerang-Effekt. Cynis: „Es waren schöne Zeiten.“ Die Betonung liegt auf waren....

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