Nur kein Hochmut: Sonst schlägt’s dreizehn

+
Zum Greifen nah ist momentan nur der Ball. Vom Aufstieg sind die Wittinger Handballer (Stefan Tietz) vor dem morgigen Rückrundenstart in Barsinghausen dagegen noch weit entfernt.

Wittingen – Von Arek Marud. Ja, er ist abergläubisch. Aber nicht bei Zahlen. Deshalb fürchtet sich Detlef Wehrmann nach zwölf Siegen in Folge auch nicht vor dem 13. Punktspiel der Wittinger Handballer in der Verbandsliga.

Am morgigen Sonntag beginnt um 17 Uhr für den Spitzenreiter und Topfavoriten die Rückrunde mit dem Auswärtsspiel beim TSV Barsinghausen. Für Freunde des Aberglaubens kein gewöhnliches Spiel. Der Spruch „Die verflixte 13“ macht die Runde nach zwölf Wittinger Siegen. VfL-Trainer Detlef Wehrmann macht sich nichts aus dieser Konstellation. „Was Zahlen angeht, bin ich nicht abergläubisch.“

Dafür ein wenig skeptisch. Die letzte Meisterschaftspartie bestritt die Mannschaft am 18. Dezember. Ein geplantes Testspiel in der Winterpause musste wegen terminlicher Überschneidungen abgesagt werden. Vorteil, Barsinghausen! Der TSV gab seinen Einstand 2011 in der Vorwoche beim 28:22 gegen Obernkirchen. Es war der vierte Sieg in Folge für das einstige Schlusslicht, das unter seinem neuen Trainer Jürgen Löffler ohne Punktverlust bleibt. Die Gastgeber nahmen auch an einem Turnier teil. Wehrmann ist gespannt, wie seine Mannschaft das Problem der fehlenden Spielpraxis löst. Den Coach beschäftigt ein weiteres Thema: Um jeden Preis will er einen Schlendrian verhindern.

Die bis jetzt so furios auftretende Mannschaft darf sich auf keinen Fall zu sicher fühlen und vorzeitig ein Häkchen unter den angestrebten Aufstieg machen. Dazu verleitet der Acht-Punkte-Vorsprung auf den dritten Rang. „Wir müssen unbedingt von Spiel zu Spiel denken. Sonst geht das in die Hose. Da bin ich mir sicher“, warnt Wehrmann. Auch von dem bevorstehenden Spitzenspiel gegen Himmelsthür am 6. Februar will er nichts wissen. Es zählt nur Barsinghausen, das sich im Hinspiel zwar eine 43:28-Klatsche abholte, inzwischen aber wesentlich gefestigter wirkt. „Es wird ganz schwer“, glaubt Wehrmann. Zumal er auf Kai Eschert verzichten muss.

Ziel bleibt die Oberliga. Der Trainer sieht den VfL aber noch lange nicht am Ziel, spricht von „ganz schwerer Rückrunde. Wir sind noch nicht durch.“ Soll heißen: Nur kein Hochmut. Sonst schlägt’s 13...

Das Interesse am Auswärtshit beim TuS Himmelsthür ist gewaltig. Der VfL setzt für das Spitzenspiel am Sonntag, 6. Februar, um 15.45 Uhr gleich zwei Fanbusse ein. Einer davon ist bereits voll. Abfahrt ist um 12.45 Uhr. Anmeldungen nehmen Axel Eschert, Tel. (05831) 1394, und Uwe Jübermann, Tel., (05831) 1855, entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare