Fußball – Wittinger Kreispokal: Unterschiedliche Gemütslagen bei den Finalisten / Wittingens Plan nach 20 Minuten „über Haufen geworfen“

Keil findet’s „geil“ – Dierks, der (Un-)Vollendete

Tänzchen gefällig! Wilsches Torjäger Leon Keil (2. v. r.) feierte jeden Treffer mit einer kleinen Show-Einlage. Foto: Barrenscheen

ib Tappenbeck. Die Gemütslagen hätten unterschiedlicher nicht sein können nach dem 7:0 im Finale des Wittinger Kreispokals. Während sich beim VfR Wilsche-Neubokel Trainer Bernd Huneke und der Man of the match, Leon Keil, in Superlativen übten, blies der VfL Wittingen/S. mächtig Trübsal.

Peter Dierks, der (Un-)Vollendete. Anfang der 80er-Jahre hatte er bereits schon einmal das Trainer-Amt beim VfL übernommen, wanderte aber nach einer dürftigen Halbserie direkt wieder zum TuS Bodenteich ab. Mit seinem Feuerwehrmann-Einsatz in dieser Spielzeit hätte er nun eine komplette Spielzeit „vollendet“, meinte er. Und doch blieb sein Tun in Wittingen unvollendet. Der Kreisliga-Abstieg, dazu die Endspiel-Pleite. „Wir wollten eigentlich stabiler stehen als am Sonntag zuvor (3:5 in Wilsche, Anm. der Redaktion), kein Risiko eingehen. Doch nach 20 Minuten war die Strategie komplett über den Haufen geworfen“, seufzte Dierks nach seinem misslungenen Abschied an der Seitenlinie. Seine Riege hätte „null Zugriff“ auf den Gegner gehabt. Von wegen der Pokal hat seine eigenen Gesetze: Diese alte Weisheit griff am Samstag in Tappenbeck über haupt nicht, weil die Wilscher eine Siegermentalität an den Tag legten – und der VfL nicht.

In der Tat wirkten die Übermannschaft (34 Saisonspiele, keine Niederlage!) „total fokussiert“, unterstrich auch VfR-Coach Huneke. Die Serie sei für den Verein „fast unglaublich“ gewesen. Umso mehr werde er demnächst seinen Urlaub in Wyk auf Föhr genießen.

Auch Matchwinner Leon Keil lachte. „Ich dachte, ich schraube die Torjäger-Kanone nochmal nach oben...“ Diese hatte er sich in der Kreisliga mit Ummerns Vitalij Sterz teilen müssen. Sein Blitz-Tor sei entscheidend gewesen. „Wenn der erste gleich sitzt, ist das für einen Stürmer immer gut.“ Letztlich sei aber die Mannschaft „genial“ und die Leistung „geil“ gewesen. Der Goalgetter machte gewissermaßen eine Liebeserklärung an seinen Verein: „In Wilsche passt das Umfeld. Ich will gar nicht woanders spielen.“

Finale Wittinger Kreispokal zwischen dem VfR Wilsche-Neubokel und VfL Wittingen/Suderwittingen 7:0

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare