Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz will ausgerechnet gegen Aufstiegsaspirant SV Gifhorn Heimfluch bannen

Kehrtwende beim Kehraus!?

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Der Blick nach hinten ist geschärft, denn die Wahrenholzer Keller-Konkurrenz spielt gegeneinander. Der VfL (2. v. r. Marcell Meyer) empfängt den Zweiten SV Gifhorn.

Wahrenholz. Gleich und gleich gesellt sich gern. Der Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga bleibt zum Abschluss des Jahres am kommenden Sonntag (14 Uhr) unter sich. Eine glorreiche Ausnahme bildet da nur der VfL Wahrenholz, der den Titelanwärter SV Gifhorn empfängt.

Und genau in diesem Unikum lauert die Gefahr vor der Winterpause.

Denn durch den 3:2-Erfolg in Helmstedt hat das Taterbusch-Team gerade erst die Abstiegsplätze verlassen. Nun droht der Bumerang. „Die unteren spielen gegeneinander und könnten wieder aufholen. Wir wollen nicht der Verlierer des Spieltags werden“, unterstreicht Trainer Thorsten Thielemann und wird diesen Punkt auch in seine Ansprache mit einbauen. Eine weitere Antriebsfeder für die Schwarz-Gelben sind die eigenen Fans. Dem trauen Anhang war in dieser Saison bislang nicht ein Sieg am Taterbusch vergönnt, Wahrenholz hat in der Heimtabelle die Rote Laterne inne. Das will auch Thielemann nicht runterspielen. „Wir haben echt viel liegen lassen zuhause. Irgendwann müssen wir den Bock umstoßen, wollen unseren Zuschauern etwas bieten.“

Die Partie gegen die SVG wäre, pünktlich zum Weihnachtsfest, der ideale Zeitpunkt, um den Wohnzimmer-Fluch zu vertreiben. Zumal ein Paukenschlag das Fest auch mit Blick auf die angespannte Tabellenlage etwas besinnlicher gestalten würde. Doch die Gifhorner stellen auch in den Augen Thielemanns derzeit den vielleicht heißesten Anwärter auf den Titel dar. Denn Primus Isenbüttel hätte begonnen zu schwächeln. „Die Beiden werden das unter sich ausmachen. Gifhorn hat sich zuletzt schadlos gehalten, will ja schon seit Jahren aufsteigen. Die Mannschaft ist auch stark, kompakt und abgezockt.“

Und doch sei nichts unmöglich, bekräftigt Thielemann. „Die Liga ist wirklich verrückt.“ Die Teams hätten gar nicht soweit auseinandergelegen, wie das 1:4 im Hinspiel vermuten lässt. „So schlecht sahen wir nicht aus, haben dumme Tore gekriegt.“ Vielmehr freut sich der VfL-Coach auf den Kehraus, „weil wir uns einigermaßen akklimatisiert haben“.

Von Ingo Barrenscheen

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