Handball – Oberliga Herren: Wittingen freut sich auf das Derby gegen Vorsfelde und peilt den Sturz des Favoriten an

Was kann es Schöneres geben... ?

Gegen Aufstiegsfavorit MTV Vorsfelde wird es vor allem auf die Torhüter des VfL Wittingen (Timo Kiehm) ankommen. Die Eberstädter stellen die beste Offensive der Oberliga.
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Gegen Aufstiegsfavorit MTV Vorsfelde wird es vor allem auf die Torhüter des VfL Wittingen (Timo Kiehm) ankommen. Die Eberstädter stellen die beste Offensive der Oberliga.

Wittingen. So was hat man lange nicht gesehen. An das letzte Handball-Derby zwischen dem VfL Wittingen und dem MTV Vorsfelde kann sich VfL-Trainer Axel Bühlow nicht mehr so genau erinnern. Egal! Heute ist es wieder soweit: Ab 17.

15 Uhr steigt in der Oberliga der Lokalkampf zwischen den Brauerei- und den Eberstädtern.

Und ganz Wittingen ist heiß! So heiß, dass Bühlow darauf verzichtet, die Stimmung im Vorfeld weiter zu befeuern. „Ich denke nicht, dass ich noch jemand zusätzlich motivieren muss“, findet der Wittinger Coach. „Es ist ein Derby. Es kommt der Erste zu uns, gleichzeitig der Aufstiegsfavorit. Die Gründe genügen doch. Einen schöneren Jahresausklang kann es fast gar nicht geben“, meint Bühlow.

Und Wittingen ist gerüstet. Nicht nur, weil die Halle „hoffentlich aus allen Nähten platzt“. Sondern auch deshalb, weil sich die personelle Situation gegenüber dem 18:31 von Duderstadt deutlich entspannt hat. „Wenn sechs Spieler der ersten Sieben ausfallen, lässt sich das nicht so leicht kompensieren“, will Bühlow die deutliche Packung zuletzt nicht als Hinweis auf die aktuelle Leistungsstärke seiner Mannschaft verstanden wissen.

Der VfL sei durchaus in der Lage, dem „Brocken“ Vorsfelde mit Ex-Bundesliga-Spieler Bert Hartfiel (SC Magdeburg) Paroli zu bieten. „Wir werden unser Bestmögliches geben und hoffentlich wieder unser Heimgesicht zeigen“, meint der Wittinger Coach.

Aber auch mit den Rückkehrern Stefan Tietz, Torben Banse, Arne Gades, Lars Schulz und Timo Kiehm wäre es schwer, gegen die benachbarte „Hausnummer“ zu bestehen. Ein Indiz für die Stärke des MTV: Von den elf Spielen bestritt Vorsfelde schon sieben in der Fremde, holte dabei sechs Siege.

Muss passen: Kai Lemke.

„Wir werden uns aber nicht verkriechen, wollen befreit aufspielen“, sagt Bühlow, der einen möglichen Nachteil der Vorsfelder nicht ganz von der Hand weisen will. Ohne Patte könnte der Favorit schon die „eine oder andere Fahrkarte“ werfen. Verlassen will sich der VfL-Coach darauf aber nicht. Zum Pluspunkt soll wieder das Publikum werden. Nachdem in den ersten Spielen die Zuschauer das Geschehen eher träge betrachtet hätten, sei jetzt wieder eine richtig gute Stimmung in der Halle. „Und diese Stimmung brauchen wir. Von der ersten bis zur letzten Minute“, sagt der Wittinger Übungsleiter.

Und das Kommen lohnt sich – nicht nur wegen des Derbys. Unter allen Kartenkäufern werden ab 17 Uhr zwei VIP-Karten für ein Heimspiel nach Wahl von Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt verlost. Die Tickets stellt das Wittinger Modehaus Wittpennig zur Verfügung.

Auch für die übrigen Zuschauer neben den glücklichen Karten-Gewinnern könnte es gegen den Nachbarn aus Vorsfelde einen noch besseren Ausklang geben. „Was gibt es eigentlich Schöneres, als den Tabellenführer in einem Derby vom Thron zu stoßen?“, beginnt Bühlow dann doch vor dem Lokalkampf zu zündeln.

Von Matthias Jansen

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