Handball – Verbandsliga: Wittingen hofft gegen Wehrmanns HV Lüneburg auf heilsame Revanche

Kampf + Fans – Fehler = Wende!?

Zeit für eine Trotzreaktion: Wittingens Handballer (beim Wurf Mirko Schulze) erwartet heute Lüneburg mit Ex-Trainer Detlef Wehrmann. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Zeit, dass sich was dreht. . . Der Handball-Hit vom deutschen WM-Triumph 2007 könnte auch als Slogan für das heutige Heimspiel von Verbandsligist VfL Wittingen gegen den HV Lüneburg (19. 15 Uhr) herhalten. Und zwar gleich im doppelten Sinn.

Wende ist das eine Schlagwort. Revanche das andere gegen die Truppe von Ex-Trainer Detlef Wehrmann.

Für die Brauereistädter ist es höchste Eisenbahn, in 2013 nach den zwei Auswärtsschlappen in Himmelsthür und Barsinghausen aus der Negativspirale herauszufinden. „Es fehlt ein Erfolgserlebnis“, nennt Trainer Mike Mühlenbruch das simple und doch nicht im Handumdrehen zu erreichende Heilmittel. „Umsonst bekommen wir nichts“, gibt sich der Wittinger Dirigent keinen Illusionen hin. Denn der Gast aus Lüneburg ringt als Tabellendrittletzter mit dem direkten Wiederabstieg, dürfte mit Händen und Füßen Gegenwehr(mann) leisten.

Mühlenbruch betont: „Wenn Lüneburg eines kann, dann ist es kämpfen bis zum Umfallen. Das haben wir im Hinspiel zu spüren bekommen und vergangene Woche Schaumburg ebenso.“ Der frühere Spitzenreiter setzte sich mit Ach und Krach 28:27 in der Salzstadt durch. Dem VfL war beim HVL kein derartiger Zittersieg vergönnt gewesen (24:26). Die wohl vermeidbarste Niederlage im bisherigen Saisonverlauf. Ergo soll es für den ehemaligen Coach auch kein Gastgeschenk aus alter Verbundenheit geben. „Eine Gefälligkeit haben wir ihm ja schon im Hinspiel gewährt. Nun müsste er ja uns eigentlich etwas zurückgeben“, meint Mühlenbruch.

Rein aus moralischen Aspekten. Denn die Tabelle ist für den VfL-Verantwortlichen aktuell „zweitrangig“. „Wir müssen erst einmal unsere Leistung bringen. Momentan läuft es nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Wenn’s am Spielerischen hapert, müssen andere Tugenden herhalten. Mühlenbruch fordert, dass sein Team aufopferungsvoll ans Werk geht. „Über Kampf kann man viel kaschieren.“

So wie beim jüngsten 19:27 in Barsinghausen eine dreiviertel Stunde lang. Am Ende waren es Unzulänglichkeiten, die dem unverändert personell gebeutelten VfL zum Verhängnis wurden. Neben Einsatz muss also auch die zweite Komponente stimmen: eine möglichst geringe Fehlerquote. Und Mühlenbruch nennt noch einen Faktor, der den Schubs in die richtige Richtung bringen kann: „Wir brauchen die Unterstützung des Publikums! Davon werden wir zehren müssen.“ Lautstärke aufdrehen – damit auch Wittingen aufdreht.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare